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Luxemburg steigt in den Weltraum-Bergbau ein

Luxemburg will Europas Drehkreuz für den Weltraum-Bergbau werden und das Milliarden-Geschäft und die Jagd nach Gold und seltenen Erden nicht Amerika überlassen. „Wir sind bereit, in Firmen und Projekte für den Weltraumbergbau einzusteigen“, sagte Wirtschaftsminister Etienne Schneider der „Welt“ bereits im Februar 2016. Und zum  175-jährigen Jubiläum der Handelskammer Luxemburg, am 30.09.2016, wurde dieser neue Geschäftszweig, dem sich das Land widmen will nochmals offiziell verkündet.

Science-Fiction ist das schon lange nicht mehr, sondern schon in der Realität erprobt: Sonden landen bereits auf Asteroiden, untersuchen sie auf Rohstoffe oder bringen Proben zur Erde. Private Unternehmen schießen wie Pilze aus dem Boden und die Mission Eroberung des Weltraums ist in vollem Gange. Das Herzogtum hat über Jahre systematisch Firmen aus der Raumfahrtbranche angelockt. Bereits jetzt haben viele Weltraumfirmen ihren Sitz in Luxemburg. Dazu gehört neben dem Satellitenbetreiber SES auch der große US-Konkurrent Intelsat.  Es ist eine Art Aufbruchstimmung unter dem Stichwort „New Space“. Weitere Firmen die sich dieser Vision verschrieben haben und Innovationen vorhalten sind herzlich willkommen. Neben der technischen Machbarkeit und einem immer billigeren Zugang zum Weltraum geht es auch um Rechtssicherheit im Asteroiden-Bergbau. Die bisherige rechtliche Regelung stammt von 1967. Die USA hatten im November 2015 im „Space Act“ ihre Weltraumgesetze überarbeitet. Dabei wurde auch die Nutzung von Asteroiden für kommerzielle Zwecke festgeschrieben. Luxemburg soll und will nun das erste europäische Land mit einem sicheren Rechtsrahmen für den Weltraumbergbau werden.

(Quellen: Gerhard Hegemann Veröffentlicht am 03.02.2016 N24;  debelux Magazin Okt. 2016, S. 23).

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