HWK Cottbus
v.l. Innungsobermeisterin Diana Lewandowski (BIO Bäckerei Schmidt), Brotprüfer des Deutschen Brotinstituts e.V. Maik Wegner, Bäckermeister Philipp Fumfahr (Bäckerei Wahn) und Bäckermeister Bernd Anders (Bäckerei Anders)

Tradition trifft ZukunftDas 3. Brotfest begeistert im Park Branitz

Beim 3. Brotfest der Lausitzer und Spreewälder Bäcker- und Konditoren-Innung wurde der Park Branitz drei Tage lang zum Treffpunkt für alle, die gutes Brot und ehrliches Handwerk schätzen. Erstmals war das Brotfest Teil des Gartenfestivals – ein neuer Rahmen, der viele Besucher anzog.

Mit Brotprüfungen, Wettbewerben, kunstvollen Schaubrote und Live-Backkursen präsentierten die Bäcker und Konditoren der Region eindrucksvoll ihr Können. Besonders die Backkurse entwickelten sich schnell zu einem Publikumsmagneten.

„Die Brotbackkurse waren etwas ganz Besonderes. Viele Besucher hatten richtige AHA-Momente und es entstanden unglaublich schöne Gespräche mit unseren Bäckern – über Sauerteig, über Traditionen, aber auch über moderne Ernährung und Unverträglichkeiten. Genau dieser Austausch macht unser Handwerk aus“, sagt Innungsgeschäftsführerin Yvonne Zenke.

Trotz der positiven Resonanz zieht Zenke auch ein ehrliches Fazit zum neuen Veranstaltungsort. „Das Fest war wunderschön und die Stimmung wirklich toll, aber organisatorisch und finanziell hat es uns an unsere Grenzen gebracht. Drei Tage sind für die Betriebe kaum zu stemmen und wir hatten großes Glück mit dem Wetter. Hätte es geregnet, wäre das Zelt viel zu klein gewesen.“

Dennoch habe das Brotfest gezeigt, wie groß das Interesse am traditionellen Bäckerhandwerk nach wie vor ist. Gleichzeitig wurde aber auch deutlich, dass die eigentliche Zielgruppe nur bedingt erreicht wurde. „Unser Wunsch ist es vor allem, junge Menschen für das Handwerk zu begeistern und ihnen zu zeigen, wie kreativ und vielseitig das Handwerk ist.“, erklärt Zenke weiter. Auf dem früheren Standort auf dem Stadthallenvorplatz sei dieser direkte Bezug zum Handwerk noch stärker spürbar gewesen, da man die Verbindung zu den anderen Gewerken hatte.



Brotprüfung am Freitag

Insgesamt stellten neun Innungsbetriebe sowie ein Nichtinnungsbetrieb 39 Brote zur fachkundigen Bewertung durch das Deutsche Brotinstitut. Das Ergebnis unterstreicht eindrucksvoll die Qualität des regionalen Bäckerhandwerks: 29 Brote wurden mit „sehr gut“, neun weitere mit „gut“ ausgezeichnet. Nur ein Brot erhielt keine Prämierung.

Besonders stolz macht die Innung die Vergabe von insgesamt 16 Gold-Auszeichnungen. Diese besondere Ehrung erhalten nur Brote, die drei Jahre in Folge mit der Bestnote „sehr gut“ bewertet wurden.

Dabei zählt längst nicht nur die äußere Optik eines Brotes. Bewertet werden Kruste und Krume, die Textur sowie vor allem Geruch und Geschmack. Denn am Ende entscheidet genau das darüber, ob ein Brot den Menschen wirklich in Erinnerung bleibt.



Publikumswettbewerb

Knapp 300 Besucher probierten sich durch die 28 eingereichten Brote von acht Innungsbetrieben und gaben ihre Stimmen ab. Zum klaren Favoriten wurde das „Dinkel-Ruch-Brot“ der Bäckerei Anders aus Lauchhammer gewählt. Gleich zwei zweite Plätze gingen an die Bäckerei Bubner aus Doberlug-Kirchhain mit ihrem „Gurkenbrot“ und dem „Chia-Vollkornbrot“. Den dritten Platz belegte das „Möhren-Dinkel-Buchweizen-Brot“ von Bäckermeister Michelko aus Cottbus-Branitz.



Schaubrote

Rund 1.000 Besucher beteiligten sich an der Abstimmung und staunten über die detailreichen Werke der Innungsbetriebe. Besonders beliebt war das Schaubrot mit dem Motiv „Gartenfestival 2026“ der Bäckerei Anders aus Lauchhammer. Auch der zweite Platz ging an die Bäckerei Anders mit dem Motiv „Bäckerei Anders – mit Mühle“. Platz drei sicherte sich das Sonnenblumen-Schaubrot der Bäckerei Wahn aus Vetschau.

Ein echter Hingucker bleibt auch nach dem Festival erhalten: Das Schaubrot im Design des FC Energie Cottbus von der Bäckerei Dreißig soll künftig im Foyer des Cottbuser Rathauses ausgestellt werden.

Für die Lausitzer und Spreewälder Bäcker- und Konditoren-Innung steht bereits fest: Das Handwerk soll auch künftig sichtbar und erlebbar bleiben. Im kommenden Jahr will die Innung unter anderem bei der Handwerkermesse sowie der Ausbildungsmesse in der Gesamtschule Kolkwitz vertreten sein. Wie das Brotfest 2027 aussehen wird, soll in den kommenden Mitgliederversammlungen entschieden werden.

 

Ansprechpartnerin

Lea Renner

Pressearbeit

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Eindrücke der Veranstaltung