Handwerkskammertag Land BrandenburgHandwerk in Brandenburg 2025: Stabilität trotz Belastung, mehr Ausbildung, starke Bildungs- und Beratungsleistung der Handwerkskammern

Potsdam/Cottbus/Frankfurt (Oder). Der Handwerkskammertag Land Brandenburg (BHKT) hat seinen Jahresbericht „Handwerk in Brandenburg 2025“ veröffentlicht. Die Zahlen zeigen ein leistungsstarkes Handwerk, das trotz konjunktureller Abkühlung und hoher Belastungen ein zentraler Stabilitätsfaktor für Brandenburg bleibt. Die Zahl der Betriebe war im Vorjahresvergleich leicht rückläufig (–274).

 

37.429 Betriebe, 184.890 Beschäftigte und 8.052 Auszubildende stehen für einen der größten Wirtschaftsbereiche Brandenburgs. Das Handwerk erwirtschaftete 2025 einen Umsatz von 18,6 Milliarden Euro.

 

Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge stieg auf 2.935, ein Plus von 177 gegenüber 2024. Die überbetriebliche Lehrlingsunterweisung (ÜLU) war ein tragender Pfeiler der Qualitätssicherung bei der Ausbildung im Handwerk: 17.673 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nahmen an ÜLU‑Lehrgängen teil.

 

Gerade im Flächenland Brandenburg steht das Handwerk für Nähe, Versorgungssicherheit und wirtschaftliche Stabilität im ländlichen Raum. Besonders deutlich zeigt sich das in Potsdam-Mittelmark mit 3.594 Betrieben, Märkisch-Oderland mit 3.337, Oberhavel mit 3.278, Barnim mit 2.946, Dahme-Spreewald mit 2.879 Betrieben sowie Spree-Neiße mit 1.911 Betrieben. Insgesamt ist die Branche in 137 Gewerken aktiv.

 

Zu den Bildungsleistungen der drei brandenburgischen Handwerkskammern zählten u. a. 2.043 Gesellen- und Abschlussprüfungen, 2.081 Fortbildungs- sowie 508 Meisterprüfungen, die erfolgreich durchgeführt wurden. Es wurden zudem 732 Zertifikate als fachlich-technische Ausbildungsnachweise erteilt. Die Zahlen belegen die Leistungsfähigkeit der überwiegend ehrenamtlich organisierten Prüfungsstruktur im Handwerk. 1.136 betriebswirtschaftliche Beratungen und 3.098 Rechtsberatungen unterstreichen, dass die Handwerkskammern Dienstleister für ihre Betriebe sind.

 

Robert Wüst, Präsident des Handwerkskammertages Land Brandenburg, sagte: „Das brandenburgische Handwerk zeigt Stärke. Viele Betriebe arbeiten jedoch an der Belastungsgrenze. Die Handwerkskammern kümmern sich um Betriebe, sichern Qualität, organisieren Ausbildung und tragen mit vielen Aktivitäten zur Fachkräftesicherung im Land bei. Diese Leistungen sind ein zentraler Beitrag zur wirtschaftlichen Stabilität Brandenburgs. Jetzt braucht es politische Entscheidungen, die das Handwerk entlasten und seine Zukunftsfähigkeit stärken.“

 

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Über den Handwerkskammertag Land Brandenburg

Der Handwerkskammertag Brandenburg ist ein Zusammenschluss der Handwerkskammern Cottbus, Frankfurt (Oder) – Region Ostbrandenburg und Potsdam. Er vertritt die Interessen von rund 37.500 Handwerksbetrieben und ihren mehr rund 185.000 Beschäftigten (Stand 31.12.2025), die jährlich einen Umsatz von knapp 18,6 Milliarden Euro erwirtschaften.

Der Handwerkskammertag setzt sich für die wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen der Handwerksbranche im Land Brandenburg ein und bündelt die Kräfte und Gemeinsamkeiten des Handwerks.

In fast 3.700 Ausbildungsbetrieben werden über 8.000 Auszubildende ausgebildet.

 

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