Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks
ZDH / Boris Trenkel

Handwerk kritisiert Bürgergeld

Für mehr Menschen als bisher lohnt sich das Nicht-Arbeiten mehr als das Arbeiten

Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), kritisiert das von der Bundesregierung geplante Bürgergeld.

"Langzeitarbeitslose brauchen Unterstützung, um wieder in Arbeit zu kommen. Das gewährleistet das Bürgergeld-Konzept nicht ausreichend, daher finden wir es nicht gut", sagte er gegenüber der Rheinischen Post. Denn es sorgt für Demotivation bei denjenigen, die mit einem geringen Gehalt regulär arbeiten. Am unteren Ende verschwimmen immer mehr die Grenzen zwischen regulärer Arbeit und dem Bürgergeld. Viele fragen sich, warum soll ich morgens um 7 Uhr schon arbeiten, wenn derjenige, der das Bürgergeld bezieht, fast das Gleiche bekommt. Die Verbesserungen für die Bezieher beim Schonvermögen, der Wegfall von Sanktionen, die deutliche Anhebung des Regelsatzes, die komplette Übernahme der stark gestiegenen Heizkosten – all das wird dazu führen, dass sich für mehr Menschen als bisher das Nicht-Arbeiten mehr lohnt als das Arbeiten.

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