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Freisprechung würdigt erfolgreiche AusbildungsabschlüsseHandwerk mit Zukunft: 82 Junghandwerker erhielten ihren Gesellenbrief
82 junge Menschen haben ihre Ausbildung im Handwerk erfolgreich abgeschlossen und damit einen wichtigen Schritt in ihre berufliche Zukunft gemacht. Bei der feierlichen Zeugnis und Gesellenbriefübergabe der Kreishandwerkerschaft Cottbus/Spree Neiße wurden die neuen Gesellen für ihre Leistungen gewürdigt und offiziell im Handwerk begrüßt.
Die Freisprechung fand im Oberstufenzentrum II des Landkreises Spree-Neiße in Cottbus statt.
Die neuen Handwerker kommen aus einem breiten Spektrum von Berufen: vom Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik über Bäcker, Fleischer, Fachverkäufer im Lebensmittel-handwerk sowie Maler und Lackierer bis hin zu Metallbauern, Maurern und Tischlern.
Corina Reifenstein, Präsidentin der Handwerkskammer Cottbus, betont: „Unsere neuen Junggesellen sind für die Handwerksbetriebe und die gesamte Region von großer Bedeutung. Wir brauchen gebildete junge Menschen, die anpacken, Verantwortung übernehmen und mit ihrem Können die Zukunft des Handwerks mitgestalten. Allen 82 Absolventen gratuliere ich herzlich und wünsche ihnen für ihren weiteren Weg viel Erfolg, Freude am Beruf und das nötige Selbst-vertrauen, ihren eigenen Weg zu gehen.“
Wie unterschiedlich die Wege ins Handwerk sein können, zeigen drei der erfolgreichen Absolventen: Fleischer Eddie Speer, Tischlerin Madleen Matzk und Bäcker Moritz Graf zu Lynar.
Für den Cottbuser Eddie Speer war die Entscheidung für das Fleischerhandwerk zugleich eine Entscheidung für eine mehr als 70-jährige Familientradition. In der Fleischerei Speer lernte er nicht nur von seinem Vater, sondern konnte auf das Wissen des gesamten Teams zurückgreifen. „Die Ausbildung ist mir leichtgefallen. Für die theoretische Prüfung konnte ich mit Oma und Opa lernen“, erzählt der junge Fleischer. Auch wenn sein Vater ihn im Betrieb als Mentor begleitet, schätzt Eddie Speer vor allem die Unterstützung durch das gesamte Team. Während der Arbeit kann er jederzeit die erfahrenen Fleischer um Rat fragen. Auch im Laden profitiert er vom Wissen langjähriger Kollegen und vom direkten Kontakt mit der treuen Stammkundschaft. Für Eddie Speer bedeutet der Gesellenbrief deshalb mehr als einen erfolgreichen Ausbildungsabschluss: Er ist der nächste Schritt in einer Familientradition, die er selbst fortsetzen möchte.
Eddie Speer hat in der Fleischerei von Vater Lars in Cottbus seinen Berufsabschluss mit besonderen Leistungen abgeschlossen.
Madleen Matzk und Tischlermeister Thomas Kochan im Forster Betrieb vor dem Gesellenstück, einem Schmuckschrank.
Bei Madleen Matzk entstand der Wunsch, Tischlerin zu werden, während eines Sommercamps der Handwerkskammer Cottbus. Ein anschließendes Praktikum bestärkte sie in ihrer Entscheidung für den Beruf. Ihre Ausbildung absolvierte sie schließlich bei der Tischlerei Kochan, wo sie besonders das gute Betriebsklima schätzt. Besonders prägend war für sie die praktische Abschlussphase. „Am meisten habe ich bei der Fertigung meines Gesellenstückes gelernt“, sagt Madleen Matzk. Für ihren Schmuckschrank aus amerikanischem Nussbaum plante sie alle Arbeitsschritte selbst, vom Entwurf über die Konstruktion bis zur Auswahl der Materialien. Mit Erfolg: Die Arbeit wurde mit der Note 1 bewertet.
Moritz Graf zu Lynar hat ebenfalls seinen eigenen Weg ins Handwerk gefunden. Der heute 21-Jährige verließ das Gymnasium nach der 11. Klasse. „Ich wollte einen Beruf ergreifen, bei dem man am Ende des Tages etwas geschaffen hat, was man anfassen kann.“ In Praktika sammelte er zunächst Erfahrungen im Bäcker- und Tischlerhandwerk. Eine anschließende Einstiegsqualifizierung gab ihm die Möglichkeit, den Arbeitsalltag in einer Bäckerei näher kennenzulernen. Dabei wurde schnell klar, wohin sein Weg führen sollte: in die Backstube der BIO-Bäckerei Schmidt. „Hier fand ich, was mir vorschwebte. Ich wollte Bäcker werden.“ Seine Entscheidung hat sich ausgezahlt: Moritz Graf zu Lynar schloss seine Ausbildung mit Bestnoten ab und startet nun als qualifizierter Bäcker bei der BIO-Bäckerei Schmidt ins Berufsleben.
Bäcker Moritz zu Lynar hat seine Ausbildung in der Cottbuser BIO-Bäckerei Schmidt bei Innungsobermeisterin Diana Lewandowski absolviert.
Die drei Beispiele zeigen, wie unterschiedlich die Wege ins Handwerk verlaufen können. Sie alle haben sich für einen Beruf mit Zukunft entschieden. Mit ihren Gesellenbriefen übernehmen die jungen Fachkräfte künftig Verantwortung in den Betrieben und tragen dazu bei, das Handwerk in der Region weiter zu stärken.