Einweihung des Kreisverkehrs am 2. April 2026
Handwerk setzt Zeichen in DrebkauNeuer Kreisverkehr wird zum Wahrzeichen der Stadt
Manchmal braucht es nur eine Idee und jemanden, der sie konsequent verfolgt. In Drebkau war es Schmiedemeister Olaf Klopsch, der den Anstoß gab und viele regionale Partner für ein gemeinsames Projekt zusammenbrachte – mit einem Ergebnis, das weit über eine reine Umgestaltung hinausgeht.
Drebkau. Wo früher viele nur eine Verkehrsinsel sahen, steht heute ein neues Aushängeschild der Stadt: Der umgestaltete Kreisverkehr am Ortseingang von Drebkau ist zu einem sichtbaren Symbol für Zusammenhalt, handwerkliche Leistungskraft und gelebtes Miteinander geworden.
Aus einer Idee wurde ein Stadtprojekt
»Die Idee für die Neugestaltung entstand in meiner Werkstatt« sagte Kunstschmiede- und Metallbauermeister Olaf Klopsch, Inhaber der Kunstschmiede/Metallbau Olaf Klopsch und Initiator der Aktion. Vielen Anwohnern war der bisherige Kreisverkehr seit Jahren ein Dorn im Auge. Was als Gedanke begann, entwickelte sich schnell zu einem Gemeinschaftsprojekt. Der Antrag für den Umbau wurde vom Landkreis innerhalb von nur vier Tagen genehmigt. »Ein positives Beispiel, wie Verwaltung auch funktionieren kann«, meint er. Zahlreiche Firmen beteiligten sich mit Materialspenden, Geld oder tatkräftiger Unterstützung vor Ort. Und das neben dem normalen Alltag.
Handwerk mit Herzblut und Präzision
Das zentrale Gestaltungselement stammt von Olaf Klopsch. Der Schmiedemeister aus Drebkau ist seit 31 Jahren im Beruf tätig und fertigte die markante Wetterfahne auf dem Findling im Zentrum des Kreisverkehrs. Seine Entscheidung für das Motiv fiel eindeutig aus: »Es konnte nur das Stadtwappen sein. Was anderes hätte ja gar nicht her gepasst.« Für die handwerkliche Umsetzung benötigte er nach eigenen Angaben rund eine Woche reine Arbeitszeit. Dass das Projekt zustande kam, führt er vor allem auf den regionalen Zusammenhalt zurück: »Für mich war einfach der Zusammenhalt der Drebkauer Firmen ganz entscheidend. Nur dadurch konnten wir dieses Projekt auch ins Leben rufen.« Und wer Olaf Klopsch kennt, weiß, dass Aufgeben keine Option ist. Sein Motto lautet: »Was ich mir in den Kopf setze, das ziehe ich auch durch!«
Wenn einer hilft, helfen viele
Wie stark das Netzwerk vor Ort funktioniert, zeigte sich selbst bei kleinen Herausforderungen. Schwierigkeiten gab es zeitweise beim Rindenmulch. Die Lösung kam spontan durch einen Passanten, der nach dem Stand der Arbeiten fragte, Kontakte vermittelte und so weitere Unterstützung organisierte. Auch der Bürgermeister der Stadt Drebkau, Paul Köhne, sieht in dem neuen Kreisverkehr weit mehr als ein Verkehrsprojekt. Für ihn ist die Anlage »ein sichtbares Zeichen für den Zusammenhalt und für die starke Gemeinschaft hier in Drebkau.« Die Stadt selbst unterstützte das Vorhaben unter anderem durch die vertraglichen Grundlagen für die Bepflanzung, da der Kreisverkehr zum Landesbetrieb Straßenwesen gehört.
Wertschätzung aus der Handwerksorganisation
Corina Reifenstein, Präsidentin der Handwerkskammer Cottbus, würdigte das Engagement bei der Einweihung am 2. April ausdrücklich. »Ich bin stolz, die Vertreterin von Handwerksunternehmen zu sein, die so etwas bewerkstelligen. An den Bürgermeister: Ich kann Sie nur beglückwünschen, dass Sie solche Unternehmer in Ihrer Stadt haben.« Besonders hob sie hervor, was das Handwerk auszeichnet: »Es ist typisch für Handwerksunternehmen so etwas zu schaffen, weil Handwerker ein großes Gemeinschaftsgefühl haben und die Zusammenarbeit leben.« Die Präsidentin der Handwerkskammer richtete bei der Einweihung auch einen Wunsch an die Bürger: »Ich hoffe, dass alle, und vor allem die Drebkauer Bürger, wertschätzen, was hier geschaffen wurde.«
Bürgermeister der Stadt Drebkau Paul Köhne, Kunstschmiede- und Metallbauermeister Olaf Klopsch und die Präsidentin der Handwerkskammer Cottbus Corina Reifenstein (v. l.)