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Stollenprüfung im Blechen CarréWenn Handwerk nach Weihnachten schmeckt

Cottbus, 4. November 2026. Noch ist es Anfang November, doch im Blechen Carré lag heute schon ein Hauch von Advent in der Luft. Butter, Mohn, Mandeln, Marzipan und frisch gebackener Teig mischten sich zu jenem Duft, der viele Menschen sofort an Kerzenschein, Familie und die ersten stillen Tage der Vorweihnachtszeit erinnert. Die Lausitzer und Spreewälder Bäcker- und Konditoren-Innung hatte zur traditionellen öffentlichen Stollenprüfung und zum Publikumswettbewerb eingeladen — und zahlreiche Besucher nutzten die Gelegenheit, regionale Backkunst mit allen Sinnen zu erleben.



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Innungsobermeisterin Diana Lewandowski hat die Publikumsstollenprüfung eröffnet.



Für die beteiligten Betriebe ist dieser Tag weit mehr als eine Verkostung. Er ist ein Schaufenster ihres Könnens, ihrer Erfahrung und ihrer Leidenschaft.



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v. l. Maik Wegner vom Deutschen Brotinstitut, Bernd Anders von der Bäckerei Anders aus Lauchhammer, Heike Staude vom Café Schauwerk aus Altdöbern

Insgesamt stellten sich bei der fachlichen Prüfung 24 Stollen aus 8 Betrieben dem Urteil der Experten. Beim öffentlichen Wettbewerb gingen 26 Stollen aus 8 Betrieben ins Rennen. Bewertet wurde nach den Richtlinien der DLG unter den geschulten Augen von Maik Wegner vom Deutschen Brotinstitut. Zur Fachjury gehörten außerdem Bernd Anders von der Bäckerei Anders aus Lauchhammer, Heike Staude vom Café Schauwerk aus Altdöbern und Philipp Fumfahr von der Bäckerei Wahn aus Vetschau. Mit vor Ort waren zudem René Klinkmüller aus Luckau sowie Innungsobermeisterin Diana Lewandowski.



Bewertung mit allen Sinnen

Wie anspruchsvoll eine professionelle Stollenprüfung ist, zeigte Maik Wegner direkt vor Ort. Denn dabei geht es nicht um ein schnelles Probieren, sondern um eine sensorische Beurteilung. Zunächst zählt der äußere Eindruck: Form, Farbe, Backbild und Boden werden genau betrachtet. Anschließend wird der Stollen angeschnitten. Dann zeigt sich, ob die Krume stimmt, ob Früchte gleichmäßig verteilt sind und ob das Gebäck saftig, locker und gut durchgebacken ist.



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Erst danach folgen Textur, Geruch und Geschmack. Wegner prüft die Beschaffenheit, riecht am Anschnitt und bewertet schließlich das Zusammenspiel aller Eindrücke. Wichtig ist dabei: Die Sorten werden nicht miteinander verglichen. Ein Mohnstollen muss nicht wie ein klassischer Rosinenstollen schmecken. Jede Kreation wird nach ihrem eigenen Charakter beurteilt — fair, fachlich und mit viel Erfahrung.



Starkes Niveau in der Region

Die Ergebnisliste des Deutschen Brotinstituts zeigt, wie hoch die Qualität in der Lausitz und im Spreewald ist. Von den 24 geprüften Produkten erhielten 10 die Auszeichnung Gold, 3 wurden mit Sehr Gut und 8 mit Gut bewertet. 3 Stollen blieben ohne Prämierung.



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Damit erreichten mehr als die Hälfte der eingereichten Produkte die Spitzennote von 80 Punkten. Besonders erfolgreich waren die Feinbäckerei Heider mit drei Gold-Auszeichnungen sowie die Bäckerei Wahn, die Bäckerei Gäbler und die Bäckerei Anders mit jeweils zwei Gold-Prämierungen. Auch die Bäckerei Bubner überzeugte mit einem Gold-prämierten Mohnstollen. Das Café Schauwerk erreichte mit zwei Stollen die Bewertung Sehr Gut.



 

Das Publikum entscheidet mit Herz und Gaumen

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Neben der Fachjury hatte auch das Publikum eine wichtige Aufgabe. Die Gäste konnten kosten, vergleichen und ihren persönlichen Favoriten wählen. Dabei zählten nicht nur Aussehen oder Fachkriterien, sondern auch Erinnerungen und Emotionen: Welcher Geschmack weckt Kindheit? Welcher passt zum Adventskaffee? Welcher bleibt im Gedächtnis?

Zum Publikumsliebling 2026 wurde der Butterstollen der Bäckerei Bubner aus Doberlug-Kirchhain gewählt.

Platz zwei ging an den Holunderstollen der Bäcker- und Konditorei Klinkmüller aus Luckau. Den dritten Platz belegte „Omas Bester Rosinenstollen“, ebenfalls von der Bäcker- und Konditorei Klinkmüller aus Luckau.



Genuss für einen guten Zweck

Die öffentliche Stollenprüfung war zugleich ein Zeichen des Miteinanders. Die teilnehmenden Innungsbäcker stellten ihre Produkte für den Publikumswettbewerb kostenfrei zur Verfügung. Die Besucher konnten mit einem „Stollentaler“ für das Johanniter-Kinderhaus „Pusteblume“ in Burg spenden und damit Genuss mit einer guten Tat verbinden.

So wurde aus der Veranstaltung ein vorweihnachtlicher Treffpunkt für alle, die Qualität aus der Region schätzen.

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Zwischen Kostproben, Gesprächen und fachlicher Bewertung wurde sichtbar, was das Handwerk ausmacht: Können, Verlässlichkeit, Kreativität — und die Freude daran, Menschen mit guter Arbeit zu begeistern.

Die Stollenprüfung der Lausitzer und Spreewälder Bäcker- und Konditoren-Innung hat gezeigt: Weihnachten beginnt manchmal früher, als der Kalender vermuten lässt — mit einem Stück Stollen, einem Lächeln und dem guten Gefühl, dass Tradition weitergetragen wird.





 

Ansprechpartnerin

Lea Renner

Pressearbeit

Telefon 0355 7835-200

renner--at--hwk-cottbus.de