Christian Taubert
Der Geschäftsführer der ARGUS Straßenbau, Wolfram Ludwig, und sein künftiger Azubi Darren Sean Rößler haben sich auf der 1. Ausbildungsmesse an der Gesamtschule in Kolkwitz gefunden.

ARGUS Straßenbau GmbH & Co. KGAzubi auf etwas anderer Messe gewonnen

Text: Christian Taubert

Wolfram Ludwig hat als Handwerker seine Erfahrungen mit der Nachwuchsgewinnung über Messeauftritte. Im Laufe der Jahre »lernte« der Geschäftsführer der ARGUS Straßenbau GmbH & Co. KG, dass überregionale Messen für sein Unternehmen nicht zielführend seien. »Wir wollen Leute aus dem regionalen Umfeld gewinnen.« Mit der 1. Ausbildungsmesse in der Gesamtschule Kolkwitz hat er »einen erfrischend anderen Rahmen im Messeablauf erlebt«. Ein inzwischen abgeschlossener Ausbildungsvertrag und die Option, einen weiteren Jugendlichen für eine Berufsausbildung im Straßenbau zu gewinnen, sind das Resultat.



Erwartungen übertroffen

Die Kommunen Kolkwitz und Drebkau hatten diese Messe gemeinsam mit der neuen Gesamtschule organisiert. Von Kolkwitzer Firmen und Handwerksunternehmen aus der Region bis hin zur Sparkasse oder Landesbehörden war das Angebot für Mädchen und Jungen der Jahrgangsstufe zehn breit gefächert. Von den Organisatoren hatten sie eine Art Laufzettel in die Hand bekommen, auf dem zum Abschluss fünf Stempel nachweisen sollten, welche Messestände besucht wurden. Am Nachmittag stand die Messe auch Schülern anderer Schulen offen. »Für das erste Mal wurden meine Erwartungen übertroffen«, schildert Wolfram Ludwig, dass viele der jungen Leute erst dreimal an den Ausstellern vorbei gekreiselt seien, ehe sie an einem Stand angehalten haben. Bei ARGUS aus Kolkwitz wollte Darren Sean Rößler genau wissen, was ihn in dem Straßenbauunternehmen erwartet. Der 17-jährige Cottbuser ist nach seinem Schulabschluss 2024 auf der Suche nach dem für ihn richtigen Beruf gewesen. Zum Ende der Schulzeit habe er sich gut vorstellen können, Zimmerer zu werden. Doch dann probierte er es mit Praktika als Fliesenleger und Maurer. »Ich wollte im Job auf jeden Fall mit den Händen zupacken. Das gefällt mir«,
erklärte Darren Sean Rößler auf der Ausbildungsmesse am Stand von ARGUS. Mit einer solchen Einstellung wird Wolfram Ludwig nicht so oft konfrontiert, woraufhin er dem jungen Mann das Portfolio seines Unternehmens erläuterte. Vom Straßen- und Verkehrswegebau über maschinelles Verlegen von Verbund- und Gestaltungspflaster bis hin zum Garten- und Landschaftsbau ist seine Firma vielseitig aufgestellt. »Die Schulnoten von Darren sind gut. Und ich hatte sofort das Gefühl, dass er gut in unser Team passen würde«, bot ihm Ludwig eine Ausbildung an, die inzwischen in einen unterschriebenen Vertrag mündete.



Weiblicher Azubi gesucht

Nicht erst nach der Erfahrung von der 1. Ausbildungsmesse in Kolkwitz betont Wolfram Ludwig, »dass ich gern schon in der Grundschule zeigen möchte, was Handwerk bedeutet. Ich würde mit einem Mini-Bagger anrücken, an dem sich Mädchen und Jungen ausprobieren könnten«. Von einem Tag Praktikum hält er dagegen nichts. Aus seiner Sicht brauche es zwei Wochen, um das breit gefächerte Berufsbild darstellen zu können. Im Sommer gebe es zudem die Chance, sich in seinem Unternehmen umzusehen und dabei Geld zu verdienen.

Wenn sich der Straßenbau-Ingenieur etwas wünschen könnte, dann wäre es die Ausbildung eines Mädchens. Das sei in anderen Ländern, etwa bei Pflästerinnen in der Schweiz, längst angekommen. Wolfram Ludwig: »Es kommt auch in unserem Beruf nicht nur auf Muskeln, sondern auf schlaue und kreative Köpfe an.«

 

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