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Arbeitskosten im Euroraum gestiegen

Kenntnisse über die Arbeitskosten in den einzelnen Ländern der EU sind wichtig für die optimale Planung von Markteinstiegsvorhaben oder Montageeinsätze in diesen Ländern.

Eurostat, das statistische Amt der Europäischen Union, hat Zahlen zu den Arbeitskosten in der EU für 2015 veröffentlicht. Demnach lagen die durchschnittlichen Arbeitskosten pro Stunde in der EU bei 25,00 Euro und im Euroraum bei 29.50 Euro. hinter diesen Durchschnittswerten verbergen sich jedoch deutliche Unterschiede zwischen den EU-Mitgliedsstaaten. Die niedrigsten Arbeitskosten pro Stunde wurden in Bulgarien (4,10 Euro), Rumänien (5,00 Euro), Litauen (6,80 Euro), Lettland (7,10 Euro) und Ungarn (7,50 Euro) verzeichnet. In Dänemark lagen die Arbeitskosten pro Stunde im letzten Jaht am höchsten (41,30 Euro), gefolgt von Belgien (39,10 Euro), Schweden (37,40 Euro), Luxemburg (36,20 Euro) und Frankreich (35,10 Euro). Mit 32.20 Euro lagen die Arbeitskosten in Deutschland deutlich über dem EU-Durchschnitt und 2,4% höher als 2014.

Die Arbeitskosten setzen sich zusammen aus Löhnen und Gehältern sowie Lohnnebenkosten wie z.B. Sozialbeiträge der Arbeitgeber. Der durchschnittliche Anteil der Lohnnebenkosten betrug in der EU 24% und im Euroraum 26% mit einer Bandbreite von 6,6% in Malta bis 33,2% in Frankreich.

Die Arbeitskosten sind 2014 und 2015 in der EU um 2% und im Euroraum um 1,5% gestiegen. Im Euroraum wurden die höchsten Anstiege in Lettland (+7,3%), Litauen (+5,6 %) und Estland (+ 5,3 %) verzeichnet. Rückgänge gab es in Zypern (- 1,0 %) und Italien (- 0,5 %). Für die Mitgliedstaaten, die nicht zum Euroraum gehören, wurden zwischen 2014 und 2015 die höchsten Anstiege der Arbeitskosten pro Stunde in Landeswährung in Rumänien (+ 8,3 %) und Bulgarien (+ 7 %) registriert und die niedrigsten in Dänemark und Kroatien (je + 1,7 %).

(Quelle: Pressemitteilung Eurostat 61/2015 vom 1. April 2016 )

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