Drechsler

Drechsler/in

Holzgewerbe

Das Drechslerhandwerk - eines der ältesten Gewerke in der Geschichte. Doch was bedeutet das Wort 'drechseln' überhaupt? Abzuleiten ist es vom mittelhochdeutschen 'draesel' und vom althochdeutschen 'drahsil' und bedeutet so viel wie 'drehen'.



In Fachkreisen nennt man die Tätigkeit eines Drechslers auch 'Drehen' und nicht drechslern. Die zwei wichtigsten Arbeitsmittel in diesem Handwerk: Die elektronisch betriebene Drehbank und das Handwerkzeug Dreheisen. Der zu verarbeitende Werkstoff ist in erster Linie Holz. Aber auch Elfenbein, Horn, Bernstein, Alabaster, Plexiglas und Serpentin können an einer Drehbank verarbeitet werden.



Wie funktioniert das sogenannte 'Drehen'? 

Am Anfang jedes Auftrages steht das Kundengespräch: Du kennst dein Handwerk und weißt, welches Material sich am besten für das Vorhaben eignet. Stimme dich mit dem Kunden ab und skizziere dein Vorhaben. Du besorgst dir den gewünschten Werkstoff und fixierst den Rohling an der Drehbank. Starte die Maschine und stell die optimale Geschwindigkeit ein. Geschickt setzt du dein Dreheisen an und schneidest damit Material heraus. Späne fallen. Da die Drehbank dafür sorgt, dass sich dein Rohling im Kreis dreht, entstehen runde und symmetrische Objekte (z.B. Vasen, Holzgriffe, Schalen, Möbelfüße). Mithilfe von verschiedensten Dreheisen kannst du die Einkerbungen individuell gestalten. Sobald dein Teil fertig gedreht ist, verarbeitest du es weiter. Dein späteres Meisterstück kann aus einem - oder auch aus mehreren Teilen bestehen. 



Was kann ich als Drechsler alles herstellen?

Durch das Zusammensetzen von Einzelteilen kannst du je nach Material Sportgeräte, Schiffsausrüstungen, Prothesenteile, Treppengeländer oder auch Sitzmöbel produzieren. Dafür kennst du dich zusätzlich bestens mit Beschlägen, Kunststoffteilen und Klebstoffen aus. Als Drechsler bist du ein Allrounder! Technisches Verständnis ist nämlich auch gefragt! Du arbeitest mit Maschinen wie Bandsägen, Schleifscheiben, Fräsen, Bohrern und CNC- Maschinen. CNC (Computerized Numerical Control) - Maschinen sind computergesteuerte Geräte, mit deren Hilfe man präzise sehr komplexe Objekte automatisch herstellen kann. 



Es gibt 2 Fachrichtungen!

In der Ausbildung stehen dir zwei Optionen offen:

  • In der Fachrichtung Drechseln fertigst du Einzelstücke und Kleinserien aus Holz und Kunststoff, behandelst Oberflächen und wartest Maschinen zur Be- und Verarbeitung von Holz.
  • In der Fachrichtung Elfenbeinschnitzen stehen die Materialien Elfenbein, Horn und Perlmutt im Vordergrund. Da der Handel mit Elfenbein, von wenigen Ausnahmen abgesehen, im Jahr 2016 verboten ist, hast du es als Azubi lediglich mit archäologischen Funden zu tun, die von der Artenschutzbehörde kontrolliert werden. Du kannst in dieser Fachrichtung beispielsweise als Bernsteinverarbeiter, als Kunststoff-, Metall- und Hartgummidrechsler oder als Stock-, Schirm-, Pfeifen- und Flötenhersteller arbeiten.


Was sind die Ausbildungsinhalte?

  • Berufsbildung
  • Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes
  • Arbeits- und Tarifrecht, Arbeitsschutz
  • Arbeitssicherheit, Umweltschutz und rationelle Energieverwendung
  • Anfertigen und Lesen von Skizzen und Zeichnungen, Grundlagen der
  • Gestaltung
  • Instand halten von Handwerkzeugen
  • Warten von Drehmaschinen
  • Einrichten, Bedienen und Warten von Maschinen und Vorrichtungen
  • Beschaffenheit und Eigenschaften von Holz und Holzwerkstoffen
  • Be- und Verarbeiten von Holz- und Holzwerkstoffen
  • Drehen und Drechseln
  • Beschaffenheit und Eigenschaften von Edelwerkstoffen
  • Be- und Verarbeiten von Kunstoffen
  • Be- und Verarbeiten von Metallen
  • Überprüfen und Verpacken von Erzeugnissen


Ausbildungsdauer: 
3 Jahre 

Zwischenprüfung: 
Während der Berufsausbildung ist eine Zwischenprüfung durchzuführen. Sie soll vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres stattfinden.

Gesellenprüfung: 
Die Ausbildung schließt mit einer Gesellenprüfung ab.



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Hendrik Schulz

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