Maurer Ausbildung Lehre
argum / Falk Heller

Handwerkskammer: Vorfahrt für die betriebliche Ausbildung

Statement Knut Deutscher, HWK-Hauptgeschäftsführer

Die Kluft zwischen freien Lehrstellen und Jugendlichen mit einem Interesse an einer Ausbildung ist so groß wie seit Jahren nicht mehr. Das geht aus den Zahlen der Agentur für Arbeit hervor. Demnach sind in Südbrandenburg 3.490 Berufsausbildungsstellen von Unternehmen gemeldet. Demgegenüber stehen aber nur 2.546 Ausbildungsbewerber.

"Schon heute ist abzusehen, dass fast 1.000 Lehrstellen im Handwerk, Industrie, Dienstleistung usw. unbesetzt bleiben. Das darf nicht sein. Der Nachwuchs- und Fachkräftemangel – den mittlerweile auch die Verbraucher schon spüren – wird sich so weiter verschärfen. Wir brauchen deshalb endlich Vorfahrt für die berufliche Ausbildung.

Das Land Brandenburg ist daher aufgefordert, die rein schulischen Angebote in den Oberstufenzentren (OSZ) zurückzufahren, damit die Betriebe ihre Lehrstellen besetzen können. Mit der Reduzierung der Klassen würden gleichzeitig dringend benötigte Kapazitäten bei Berufschullehrern geschaffen. Das könnte helfen, die Zahl der ausgefallenen Unterrichtsstunden zu senken.

Die schulischen Angebote in den OSZ wurden in Zeiten aufgebaut, als es noch mehr Schulabgänger als Lehrstellen gab. Jetzt haben wir aber eine völlig andere Situation. Das Land ist aufgefordert, seine Politik an die geänderten Rahmenbedingungen anzupassen."

 Ansprechpartner

Michel Havasi
Pressearbeit

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