Handwerkskammertag des Landes Brandenburg zum Arbeitsbesuch in Brüssel

 Potsdam/Brüssel. Vorstandsvertreter der drei brandenburgischen Handwerkskammern haben zu Wochenbeginn einen gemeinsamen Arbeitsbesuch in Brüssel absolviert. Gespräche in der Europavertretung des Zentralverbandes des deutschen Handwerks und in der Vertretung des Landes Brandenburg in Brüssel standen im Vordergrund.

Kammertagspräsident Robert Wüst sagte: „Der ‚Brexit‘ stellt Europa vor große Herausforderungen. Auch wir Handwerker nehmen Europa häufig als ‚Bürokratiemonster‘ wahr und schütteln den Kopf, wenn die deutsche Meisterpflicht von Brüssel in Frage gestellt wird. Dennoch wissen wir auch, dass Frieden und Wohlstand in Europa nicht zuletzt durch die Europäische Gemeinschaft gewährleistet werden. Die Wirtschaftslage kann nur gesichert bleiben, wenn jetzt nicht überall die Euroskeptiker die Oberhand gewinnen und wir in Kleinstaaterei zurückfallen. Die Gemeinsamkeiten in Europa müssen wieder gestärkt, die Vorteile eines gemeinsamen Wirtschaftsraums in den Vordergrund gestellt werden. Bildung, Mobilität und Zusammenarbeit innerhalb Europas spielen dabei eine große Rolle.“

In einem Positionspapier werden vom Handwerkskammertag mehr Transparenz in Gesetzgebungsverfahren und der Abbau unnötiger Bürokratielasten etwa bei Informations- und Berichtspflichten gefordert.

Hintergrund
Über den Handwerkskammertag des Landes Brandenburg

Der Handwerkskammertag des Landes Brandenburg vertritt die gemeinsamen handwerkspolitischen Angelegenheiten der drei ihm angehörenden Handwerkskammern. Zu den Handwerkskammern Cottbus, Frankfurt (Oder) – Region Ostbrandenburg und Potsdam gehören mehr als 39.000 Handwerksbetriebe mit über 160.000 Erwerbstätigen. In diesen Betrieben wird jährlich ein Umsatz von mehr als 13 Milliarden Euro erwirtschaftet. In 2015 wurden hier über 6700 Lehrlinge in 102 Berufen ausgebildet.

Das brandenburgische Handwerk lebt das europäische Prinzip seit langem. So organisieren etwa die Handwerkskammern für Auszubildende Praktikumsaufenthalte im europäischen Ausland. Für Ausbilder und Geschäftsführer regionaler Handwerksbetriebe werden Möglichkeiten geschaffen, an Bildungsreisen teilzunehmen und Kontakte zu ausländischen Betrieben zu knüpfen. Gleichzeitig werden Handwerksunternehmen aus dem europäischen Ausland in Brandenburg zum transnationalen Erfahrungsaustausch empfangen. Jugendliche, etwa aus den südeuropäischen Ländern mit hoher Jugendarbeitslosigkeit, werden in brandenburgischen Handwerksunternehmen ausgebildet.

Bildunterschrift:

Birgit  Urban, Landesvertretung Brandenburg; Wolf-Harald Krüger, Präsident der Handwerkskammer Frankfurt (Oder); Barbara van Liedekerke, Vertreterin der Europäischen Kommission; Corina Reifenstein, Vizepräsidentin der Handwerkskammer Cottbus, Robert Wüst, Präsident der Handwerkskammer Potsdam

Veronika Martin

Pressearbeit

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