HWK Cottbus

Integration von Geflüchteten im MIttelstand

Klein- und Mittelbetriebe sind sich der besonderen Bedeutung der Berufsausbildung für die Integration von nach Deutschland geflüchteten Menschen bewusst. Dies ist das Ergebnis einer im ersten Quartal 2016 vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) durchgeführten Befragung unter rund 1.570 klein- und mittelständischen Ausbildungsbetrieben aus ausgewählten Wirtschafts- und Berufsbereichen.

Drei Viertel der befragten Betriebe meinen, Ausbildung sei ein entscheidender Faktor, damit die Integration von Geflüchteten in die Gesellschaft gelingt.

Rund 40 Prozent der befragten Klein- und Mittelbetriebe sehen in der Ausbildung von Geflüchteten zudem Chancen für die deutsche Wirtschaft insgesamt und für die Sicherung des Fachkräftenachwuchses im Besonderen. Jedoch traut sich eine gleich hohe Zahl in dieser Frage kein eindeutiges Urteil zu, und etwa jeder siebte der befragten Betriebe bezweifelt sogar eine derartige Aussage. Zudem sieht jeder zweite befragte Klein- und Mittelbetrieb durch die Ausbildung Geflüchteter finanzielle Belastungen auf die Wirtschaft zukommen, die nur durch staatliche Unterstützungsleistungen gestemmt werden können. 

Was das eigene Engagement betrifft, berichtete fast jeder zehnte Betrieb, zwischen Anfang 2015 und Anfang 2016 bereits von sich aus Ausbildungs- und Praktikumsmöglichkeiten für Geflüchtete angeboten zu haben. Im selben Zeitraum wurde jeder vierte Betrieb auf Ausbildungsmöglichkeiten für Geflüchtete angesprochen. Die Anzahl der darüber mit Geflüchteten zustande gekommenen Ausbildungsverhältnisse ist zwar noch gering, dennoch zeigen die Befunde, dass Klein- und Mittelbetriebe der Ausbildung Geflüchteter aufgeschlossen gegenüberstehen.