Leonie Jaworski PLW Leistungswettbewerb des Handwerks 2019
G.I.

Junghandwerker im Finale des Bundeswettbewerbes

Leonie Jaworski und Amon Rentzsch sind die besten ihres Jahrgangs

Gute Leistungen in Theorie und Praxis zu erzielen, ist eine Sache, das eigene Bundesland als Leistungssieger im Bundeswettbewerb des Handwerks zu vertreten, nochmal eine ganz andere.

Augenoptikerin Leonie Jaworski aus Berlin und SHK-Anlagenmechaniker Amon Rentzsch aus Ruhland ist das gelungen. Beide nehmen als beste Gesellen ihres Jahrgangs am Bundeswettbewerb in ihren jeweiligen Gewerken teil.

Leonie Jaworski ist eine von bisher elf Augenoptikern, die zum Bundeswettbewerb am 7. und 8. November in Karlsruhe gegeneinander antreten. Die 23-jährige Berlinerin hat in der Fielmann Niederlassung in Wildau gelernt und weiß, was wichtig ist: „Für diesen Beruf benötigt man naturwissenschaftliche Kenntnisse und gleichzeitig spielt das Handwerk eine große Rolle. Biologie für die Struktur des Auges, Mathe und Physik für den Aufbau des Glases und für die Fertigung das handwerkliche Geschick“, so Leonie Jaworski.

Viel Wissen über unterschiedlichste Materialien und praktische Fertigkeiten benötigt auch Amon Rentzsch. Der 21-Jährige hat sich nach dem Abitur bewusst gegen ein Studium und für eine Ausbildung zum Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik entschieden. „Jeder Tag ist völlig anders: Kupferrohre schneiden, löten, pressen, Stahlrohre schweißen. Ich war schon immer ein praktischer Typ. Mein Vater hatte mir empfohlen, diesen Beruf und das Unternehmen zu wählen, in dem er selbst als Monteur europaweit tätig war.“ Amon Rentzsch hat seine Ausbildung ein halbes Jahr früher beendet und freut sich nun auf den Bundeswettbewerb am 14. und 15. November in Schweinfurt.

Darüber, wie es nach dem Bundeswettbewerb weitergeht, haben die beiden Nachwuchsprofis unterschiedliche Ansichten: „Ich möchte mir die ganze Praxis aneignen, Erfahrungen sammeln und neue Lösungsansätze finden. Als Projektleiter Baustellen anzuleiten wäre mein Wunsch für die berufliche Zukunft“, berichtet Amon Rentzsch. Leonie Jaworski hat sich nach der Gesellenprüfung für ein Studium entschieden: „Ich studiere Augenoptik Gerätetechnik an der Technischen Universität in Brandenburg an der Havel und möchte das Studium gut abschließen. Da es unterschiedliche Spezialisierungen gibt, teste ich, welche mir besser liegt.“

 Hintergrund

Der Leistungswettbewerb des Handwerks wird jährlich in allen 130 Handwerksberufen durchgeführt. Er beginnt in größeren Berufen auf der Innungsebene und wird dann auf Handwerkskammer-, Landes- und Bundesebene fortgesetzt. Zugangsvoraussetzung ist die Note („Gut“) und das Alter (max. 27).



Amon Rentzsch PLW Leistungswettbewerb
HWK Cottbus