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Lehrling des Monats sorgt für den perfekten Morgen

Isabel Heider hat viel Spaß bei ihrer Arbeit, wenn sie in der Backstube steht. Im Niederlehmer Familienbetrieb lernt die 21-Jährige das Bäckerhandwerk im dritten Lehrjahr und überzeugt sowohl Ausbilder als auch Berufsschule mit ihrem Einsatz und Können. Bäckermeister Peter Dreißig, Präsident der Handwerkskammer Cottbus, HWK-Hauptgeschäftsführer Knut Deutscher und Jürgen Naujokat vom Versorgungswerk der Handwerkskammer Cottbus e.V. ehrten Isabel Heider mit dem Titel "Lehrling des Monats November".

Während der Schulzeit hat sich Isabel Heider in verschiedensten Berufsprofilen ausprobiert - vom Einzelhandel bis zum Friseur. "Jedes Mal war ich nach einer Woche glücklich, wieder in unsere Bäckerei zurückkehren zu können." Die Ausbildung in der Feinbäckerei Heider erfüllt die junge Frau. "Am Ende des Tages sehe ich, was ich geschafft habe und dass sich die manchmal schweißtreibende Arbeit lohnt. Es ist einfach ein toller Beruf."

Auch Gabriele Heider, Isabels Mutter und Ausbilderin, ist stolz auf ihre Tochter: "Sie ist unwahrscheinlich sozial und zeigt viel Verständnis für jeden Mitarbeiter in unserem Betrieb", sagt die Bäckermeisterin. Das einzige Mädchen in der Backstube ist darüber hinaus auch wissbegierig und innovativ.

So hatte sie die Idee eines "Rollentausches": Bäcker sollten auch im Verkauf tätig sein und umgekehrt Fachverkäuferinnen in der Backstube. "Dadurch kann unseren Kunden am Ladentisch besser erläutert werden, wie Gebäck hergestellt wird oder welche Zutaten verwendet wurden", erklärt die Inhaberin der Feinbäckerei.

Ihre Einsatzbereitschaft und ihr Wissen stellt die angehende Bäckerin auch in der Berufsschule regelmäßig unter Beweis. "Sie hat eine gute Zwischenprüfung abgelegt und unterstützt außerdem ihre Mitlehrlinge im Oberstufenzentrum und im Betrieb beim Lernen", weiß Knut Deutscher.

Damit Brot und Brötchen morgens pünktlich zum Verkauf stehen, muss Isabel Heider um 2:30 Uhr aufstehen. Doch das stört die Auszubildende nicht. "Ich lege mich dafür nachmittags hin und bin am Abend wieder fit. Wer sich den Tag so aufteilt, der schafft auch viel."

Über den Beruf:
Der Beruf des Bäckers ist keineswegs staubig und trocken: In deutschen Bäckereien werden täglich über 400 verschiedene Brotsorten und etwa 1.200 Arten Feingebäck hergestellt. Dafür braucht es vor allem handwerkliches Geschick sowie einen guten Geruchs- und Geschmackssinn. Aufgrund immer neuer Verbrauchergewohnheiten entwickeln Bäcker die Produktpalette stetig weiter und können ihre Ideen mithilfe ausgewählter Zutaten kreativ umsetzen.

Michel Havasi

Pressearbeit

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