Prof. Dr.-Ing- Jörg Steinbach Wirtschaftsminister
Kristin Baumert

Minister Steinbach: "Zuwanderung wichtig für die Fachkräftesicherung"

Am 1. März ist das Fachkräfteeinwanderungsgesetz des Bundes in Kraft getreten. Damit die neuen Möglichkeiten dieses Gesetzes auch genutzt und zukünftig verstärkt Fachkräfte aus Drittstaaten für Brandenburg gewonnen werden können, hat die brandenburgische Landesregierung unterdessen die notwendigen Strukturen geschaffen.

Neben der Einrichtung der zentralen Ausländerbehörde im Landkreis Dahme-Spreewald, die am 1. Oktober startet, hat die Wirtschaftsförderung Brandenburg (WFBB) einen „International Talent Service“ eingerichtet.

WFBB-Geschäftsführer Steffen Kammradt betont: „Mit dem neuen International Talent Service unterstützt die WFBB das Land und die Brandenburger Unternehmen dabei, Fachkräfte aus Nicht-EU Drittstaaten sowie internationale Studierende in Brandenburg als Fachkräfte zu gewinnen. Kern des International Talent Service der WFBB ist die Beratung der Firmen zum Fachkräfteeinwanderungsgesetz. Brandenburger Betriebe sind zunehmend an internationalen Beschäftigten interessiert. Der Anteil ausländischer sozialversicherungspflichtiger Beschäftigter hat sich in den vergangenen zehn Jahren vervierfacht. Ein großer Teil ist bislang auf die europäische Arbeitsmarktmigration zurückzuführen. Doch auch die Zuwanderung von Fachkräften aus Nicht-EU Drittstatten nimmt zu, gerade im Bereich der qualifizierten Fachkräfte und der Spezialisten. Das neue Angebot ist damit eine hervorragende Ergänzung der bestehenden Fachkräfteservices der Brandenburger Wirtschaftsförderung.“



Zahl der Erwerbspersonen sinkt

"Die Zuwanderung aus dem Ausland und die Integration in den betrieblichen und gesellschaftlichen Alltag werden künftig wichtige Aspekte für die Fachkräftesicherung unserer Wirtschaft sein. Wir benötigen in vielen Bereichen mehr ausländische Fachkräfte – ob das nun in der Pflege ist oder in Folge von Neuansiedlungen oder dem Ausbau von Betriebsstätten. Wir müssen alles daransetzen, um im Wettbewerb um die besten Köpfe interessierte Fachkräfte von Brandenburg überzeugen und sie in Brandenburg halten zu können. Damit das gelingt, ist ein gutes Unterstützungssystem unerlässlich. Zentrale Elemente dieses Systems sind jetzt vorhanden.“ Das erklärte Arbeitsminister Jörg Steinbach in Potsdam.

Er warnte aber davor, die Möglichkeiten des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes zu überschätzen: „Bis zum Jahr 2030 erwarten wir – verglichen mit dem Stand 2017 – einen Rückgang der Personen im erwerbsfähigen Alter um 13,3 Prozent – also de facto einen Rückgang um 210.400 Personen. Männer und Frauen aus dem Ausland für eine Tätigkeit in Brandenburg zu gewinnen, ist ein Baustein für die Fachkräftegewinnung. Aber damit allein werden wir das Problem des Fachkräftemangels aber nicht lösen können. Zentral bleibt, dass unsere Unternehmen weiter ausbilden, Weiterbildung ermöglichen, durch ,Gute Arbeit‘ attraktiv bleiben.“

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Lukasz Kocur

Lukasz Kocur
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