Präsidentin der HWK Cottbus, Corina Reifenstein, fordertTempo jetzt – sonst droht Stillstand am Bau

Die Handwerkskammer Cottbus fordert mit Nachdruck, dass die Novelle der Brandenburgischen Bauordnung nicht nur verabschiedet, sondern schnell und konsequent umgesetzt wird. „Für das Handwerk zählt nicht das Ankündigen, sondern das Handeln. Jede weitere Verzögerung kostet Aufträge, Arbeitsplätze und Investitionen“, betont Corina Reifenstein, Präsidentin der Handwerkskammer Cottbus.

Die vorgesehenen Regelungen gehen in die richtige Richtung und sind dringend notwendig. Schnellere Verfahren, weniger Bürokratie, mehr Planungssicherheit und spürbare Entlastungen bei den Baukosten können neue Impulse setzen. Klare Fristen sorgen dabei für Verlässlichkeit: vier Wochen für die Vollständigkeitsprüfung von Bauanträgen, nur eine einmalige Nachforderung sowie eine einmonatige Stellungnahmefrist für Fachbehörden. Bleibt eine Rückmeldung aus, dürfen öffentliche Belange dem Bauvorhaben künftig nicht länger entgegenstehen. Diese Klarheit ist für das Handwerk entscheidend.

Auch die vollständige Digitalisierung der Bauanträge ist längst überfällig. Transparente, effiziente Abläufe und einheitliche Standards sind Grundvoraussetzungen, damit Bauprojekte wieder Fahrt aufnehmen. Hinzu kommen wichtige neue Spielräume beim Bauen im Bestand, bei innovativen Wohnformen und nachhaltigen Technologien sowie Erleichterungen bei Stellplätzen, Spielplätzen und Nebenflächen, die zur Senkung der Baukosten beitragen können.

„All das entfaltet jedoch nur dann Wirkung, wenn die Landesregierung jetzt Tempo macht. Die laufenden Koalitionsverhandlungen dürfen nicht zu einem politischen Wartestand führen. Wird die Umsetzung der Novelle erst im Herbst angegangen, ist der Bauboom für 2026 verloren, da Projekte heute vorbereitet und genehmigt werden müssen“.

Die Präsidentin der Handwerkskammer Cottbus erwartet von der neuen Landesregierung ein klares Signal: „Bürokratieabbau duldet keinen Aufschub. Wer den Bau ankurbeln will, muss jetzt entscheiden – im Interesse der Betriebe, der Bauherren und des Wirtschaftsstandorts Brandenburg.“

HWK Cottbus



 

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