HWK Cottbus

Betriebe fordern stabile und verlässliche Politik

Bundestagsabgeordneter und Landrat besuchten Unternehmen im Spree-Neiße-Kreis

Handwerksbetriebe wollen vor allem eins: Stabile und verlässliche Rahmenbedingungen. Diese Erwartungen formulierten zwei Unternehmer bei einem Besuch von Dr. Klaus-Peter Schulze, Bundestagsabgeordneter der CDU/CSU-Fraktion und SPN-Landrat Harald Altekrüger an die Politik.

Dachdeckermeister Marco Lecher ist 41 Jahre alt und führt seinen Handwerksbetrieb seit 16 Jahren. Die Auftragslage derzeit sei gut. Die Preise sind in Ordnung, auch wenn man verglichen mit den alten Bundesländern immer noch deutlich niedrigere Stundensätze kalkuliert. Aber man nähert sich an, in kleinen Schritten.

Lecher Daecher ist im privaten Wohnungs-, Gewerbebau und Kundendienst tätig. Der Handwerksbetrieb bietet das komplette Leistungsspektrum von der Beratung, Planung, Lieferung und Instandsetzung bis hin zur fach- und sachgerechten Montage.

Das Team besteht aus 20 erfahrenen Handwerkern und Meistern. Bisher wurden drei Dachdeckerlehrlinge ausgebildet, zwei Lehrlinge befinden sich noch in der Ausbildung. Was er von der Politik verlangt: Eine verlässliche Politik. Als ein Beispiel nennt er die Änderungen beim Paragrafen 13b (Umsatzsteuergesetz). In den letzten sechs, sieben Jahren sei die Regelungen mehr als 40-mal geändert oder ergänzt worden. Das kann nicht sein. „Der Regelungsbedarf in Deutschland ist schlimm“, sagte Klaus-Peter Schulze. Allein in der abgelaufenen Legislaturperiode wurden 953 Gesetze beschlossen. Von überbordender Bürokratie spricht auch Marco Lecher, sei es bei Lohn- bzw. Stundenaufzeichnungen oder Dokumentationspflichten und Angaben zu Statistiken.

Seit März 2016 führt er als Obermeister die Dachdecker-Innung Cottbus. Er setzt sich für bessere Bildungschancen der Jugendlichen in Südbrandenburg ein und wirbt aktiv um Nachwuchs für das Handwerk.

 

Straßenbau-Spezialist mit Weitsicht

Teil 2 des Besuches war die ASG Asphalt Straßenbau Gesellschaft mbH, Kolkwitz-Krieschow. Sie wurde 1992 gegründet, zunächst ausschließlich mit der Ausrichtung auf Asphaltstraßenbau. Aufgrund der positiven Lage des regionalen Baumarktes entwickelte sich das Unternehmen stetig weiter. Heute sind rund 40 Mitarbeiter im Unternehmen beschäftigt.

Der 50-jährige Geschäftsführer Dipl.-Ing. Frank Pilzecker führt mit seinen Mitarbeitern Baumaßnahmen im Straßen- und Tiefbau in Komplettleistung aus. Auch hier der fromme Wunsch an die Politik: „Wir brauchen stabile und verlässliche Rahmenbedingungen.“ Den Rest mache  man schon.

Bisher absolvierten zwölf Tiefbaufacharbeiter bzw. Straßenbauer eine Ausbildung im Unternehmen, drei befinden sich derzeit noch in der Ausbildung. Das Unternehmen bildet aus, um den eigenen Fachkräftenachwuchs zu sichern. Mit dem 25-jährigen Tomasz Konradowski wurde in der ASG im vergangenen Jahr ein "Lehrling des Monats" ausgezeichnet. In den kommenden Jahren solle möglicherweise der polnische Markt erschlossen werden. „Da braucht man einen Muttersprachler vor Ort“, sagt Frank Pilzecker. Er ist froh, dass Tomasz nach seiner Ausbildung im Unternehmen geblieben ist.

Auch eine andere Personalpolitik traf der Unternehmer mit Weitsicht. Daniel Seher rückt ab Oktober in die Geschäftsführung auf. Der 34-Jährige wird als Nachfolger aufgebaut, um das Unternehmen in die Zukunft zu führen. „Das zeichnet das Handwerk und den Mittelstand aus“, lobte HWK-Präsident Peter Dreißig. Die Betriebe bilden aus und ziehen Führungskräfte aus den eigenen Reihen hoch.

Michel Havasi
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