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Brandenburg unter den vier wachstumsstärksten Bundesländern (BIP 2015)

Das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg hat das Bruttoinlandsprodukt (BIP) und die Bruttowertschöpfung der Wirtschaftsbereiche in Berlin und Brandenburg für die Jahre 1991 bis 2015 veröffentlicht. Danach stieg das BIP in jeweiligen Preisen in Brandenburg um 4,7 Prozent und brachte es damit auf Rang vier unter den 16 Bundesländern. Preisbereinigt lag die Wachstumsrate in Brandenburg mit 2,7 Prozent auf Rang drei. Auch verglichen mit historischen Werten verzeichnet Brandenburg hohe Wachstumsraten. Brandenburgs BIP wuchs preisbereinigt in den letzten 20 Jahren durchschnittlich um 1,6 Prozent.

Das Baugewerbe wuchs 2015 in Brandenburg mit 3,8 Prozent am stärksten. Der Wirtschaftsbereich Landwirtschaft, Fortwirtschaft und Fischerei verzeichnete mit - 2,5 Prozent als einziger Wirtschaftsbereich einen Verlust.

Wird das Branchenwachstum mit der Größe des Wirtschaftsbereiches gewichtet, so erhält man die Wachstumsbeiträge zum Bruttoinlandsprodukt. In Brandenburg trug das Produzierende Gewerbe einen Prozentpunkt zum Wachstum bei. Die Untergruppen leisteten folgende Beiträge: Verarbeitendes Gewerbe 0,4 Prozentpunkte, die Bereiche Bergbau, Energie- und Wasserversorgung, Entsorgung 0,4 Prozentpunkte sowie das Baugewerbe 0,2 Prozentpunkte. Die Dienstleistungsbereiche hatten einen Anteil am Wachstum von insgesamt 1,3 Prozentpunkten. Der Saldo aus Einnahmen aus Gütersteuern und Ausgaben für Subventionen trug 0,4 Prozentpunkte zum Wachstum bei. Auch in Brandenburg lag der Wachstumsbeitrag von Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Fischerei unter 0,05 Prozentpunkten.

Die neuen Ergebnisse des Bruttoinlandsprodukts und der Bruttowertschöpfung der Wirtschaftsbereiche sind auf den Rechenstand August 2015 des Statistischen Bundesamtes abgestimmt und wurden vom Arbeitskreis „Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder“ vorgelegt. Die Ergebnisse für Berlin und Brandenburg werden auf der Internetseite des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg unter www.statistik-berlin-brandenburg.de veröffentlicht. Die Ergebnisse aller Bundesländer stehen auf der Internetseite http://www.vgrdl.de zur Verfügung.

"Besonders erfreulich ist, dass fast alle Wirtschaftsbereiche ordentliche Zuwächse verbuchen konnten“, erklärte Wirtschafts- und Energieminister Albrecht Gerber So legte die Industrie um 2,9 Prozent und das Baugewerbe sogar um 3,8 Prozent zu, auch der Dienstleistungsbereich wuchs um zwei Prozent. "Das zeigt, dass die brandenburgischen Unternehmen erfolgreich sind und ihre Marktchancen nutzen", betonte der Minister.

Auch die märkischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer können sich freuen: Sie hatten 2015 einen um durchschnittlich 4,4 Prozent höheren Verdienst in der Tasche. "Das sind wirklich gute Nachrichten für den Standort Brandenburg und für diejenigen, die hier bereits leben und arbeiten, aber auch für diejenigen, die vielleicht beabsichtigen hierher zu kommen. Hier stimmen die Rahmenbedingungen. Die Wirtschaft ist auf Wachstumskurs", sagte Minister Gerber.

Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg & Ministerium für Wirtschaft
und Energie