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Drei Länder entwickeln neue Handwerksberufe für Europa

Kammer empfängt Italien und Polen zum Projekt "Öko-Beruf"

Herausforderung "grüne Wirtschaft": Die Ausbildungsberufe aus den Branchen Bau, Elektro, Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik sowie Lebensmittel sollen künftig mit ökologischen Inhalten ergänzt werden. Dazu wurde ein internationales Projekt mit Partnern aus Polen, Italien und Deutschland gestartet. Diese treffen sich im Februar bereits zum zweiten Mal, diesmal in Cottbus, wo sie gemeinsam die Ausbildungsstätten der Handwerkskammer Cottbus (HWK) besichtigen.

Termin:
Montag, 15. Februar, 10 Uhr
Begrüßung der Projektpartner
Handwerkskammer Cottbus, Vorstandszimmer Altmarkt 17, 03046 Cottbus

Ziel des gemeinsamen Projektes ist es, bis Ende August 2017 neue Bildungsprogramme für folgende drei Berufe einzuführen:

– Monteur der Baudämmungen mit Spezialisierung "Thermo-Modernisierung und
Senkung des CO2-Ausstoßes"
– Elektriker mit Spezialisierung "Integration der energetischen Systeme
in Geräten der erneuerbaren Energie"
– Lebensmitteltechnologe mit der Spezialisierung "Organisation und Überwachung
der Produktion von Öko-Erzeugnissen"

Der Test der ausgearbeiteten Modelle erfolgt in allen drei Staaten durch den engen und länderübergreifenden Austausch der Berufsschüler. Am Ende des Projektes sind die neuen ökologischen Inhalte zur Ergänzung der Ausbildung auf einer dreisprachigen Internetplattform zu finden, auf die Handwerksbetriebe aus Südbrandenburg zugreifen können.

Nach dem gemeinsamen Treffen der deutschen, italienischen und polnischen Partner am 15. und 16. Februar in Cottbus, besuchen Jugendliche aus Südbrandenburg im Sommer das Berufsschulzentrum für Elektrowesen in Bialystok. Im Herbst sind dann Lehrlinge aus Polen und Italien zu Gast in den Werkstätten der HWK Cottbus.

"Das ist ein Beitrag der Handwerkskammer Cottbus zur Weiterentwicklung von Handwerksberufen unter ökologischen Aspekten im europäischen Raum", begründet Knut Deutscher, Hauptgeschäftsführer der HWK Cottbus, die Unterstützung für dieses Projekt.

Hintergrund:
Das Projekt "Öko-Beruf – Strategische Partnerschaften für die Anpassung der Berufsausbildung an die Herausforderungen der grünen Wirtschaft" wird mit Mitteln der Europäischen Union im Rahmen des Programms Erasmus+ gefördert. Führender Partner ist die BFKK – Stiftung für Weiterbildung aus Bialystok. 

Weitere Partner sind:

Deutschland:
– Handwerkskammer Cottbus
– EkoConnect Dresden

Polen:
– Berufsschulzentrum für Elektrowesen Bialystok – Wirtschaftsstiftung aus Gdynia

Italien:
– Bündnis Coldiretti und Regionales Schulamt aus der Region Venedig