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Entsorgung von Styropor wird erleichtert

Der Bundesrat hat die verschärften Vorschriften bei der Entsorgung von Polystyrol-Dämmstoffen wieder gelockert. Die Länder sprachen sich mit großer Mehrheit dafür aus, mit dem Flammschutzmittel HBCD behandelte Dämmstoffe wie Styropor-Platten ein Jahr lang von der Einordnung als gefährlicher Abfall auszunehmen. Das Bundesumweltministerium erhielt grünes Licht, die Verordnung ohne erneute Befragung des Bundestages zu ändern. 

Die vor allem in der Baubranche eingesetzten Dämmstoffe können damit wieder wie normaler Baumischabfall in der Müllverbrennung entsorgt werden. Auch die Handwerkskammer Cottbus hatte gemeinsam mit anderen Wirtschaftskammern die Landesregierung aufgefordert, sich für eine bundesweit einheitliche Lösung stark zu machen und dafür zu sorgen, dass betroffene Dämmstoffe wieder in "normalen" Verbrennungsanlagen entsorgt werden können.

Hintergrund ist eine EU-Verordnung, mit der die entsprechenden Polystyrol-Dämmstoffe wegen der Beschichtung mit dem giftigen Flammschutzmittel HBCD seit 1. Oktober als gefährlicher Abfall eingestuft werden. Sie mussten daher in speziellen Anlagen entsorgt werden - von denen es jedoch zu wenig gibt. Dadurch stapelten sich bei vielen Baufirmen zum Beispiel alte Styropor-Dämmplatten.