Friseursalon
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Friseur/in

Gesundheits-, Körperpflege-, chemisches und Reinigungsgewerbe

Longbob, Tape-Extensions, Balayage, Ombré, Pixie-Cut, Brazilian Blowout – wenn du dich mit aktuellen Trends auseinandersetzt, sollten dir diese Begriffe geläufig sein. Colour, Cut and Style: Als Friseur bist du dafür zuständig, dass jeder Kunde seine Persönlichkeit individuell in Szene setzen kann. 



Was sind die Aufgaben eines Friseurs?

Kundenberatung: Der Kunde kommt in das Geschäft. Begrüße ihn freundlich und weise ihm einen Platz zu. Am besten ist es, wenn du ihm oder ihr etwas zu trinken anbietest. Die Haare sind deinem Kunden heilig. Die Atmosphäre muss deshalb stimmen. Sei stets charmant und freundlich und gib dem Kunden ein gutes Gefühl. Nicht jeder Kunde hat bereits konkrete Vorstellungen und Wünsche vom späteren Look. Achte bei deiner Beratung auf das Alter, den Hauttypen und die Gesichtsform.

Haare waschen: Bevor du mit der Typveränderung beginnst, führst du den Kunden zum Waschbecken. Das Wasser darf nicht zu heiß und nicht zu kalt sein. Frag den Kunden deshalb gern, ob es angenehm ist. Beim Einmassieren des Shampoos erfreut sich der Kunde über einer kleine Kopfmassage. Achte beim Auswaschen darauf, dass das Wasser weder ins Gesicht noch in die Ohren läuft. Wickel dem Kunden ein Handtuch um den Kopf und führe ihn zurück zum Platz.

Haare schneiden: Kämm die Haare durch und bespreche dein Vorhaben nochmals mit dem Kunden. Während des Schneidens kannst du gern ein wenig Smalltalk betreiben. Handelt es sich bei deinem Kunden um einen Mann, ist es ebenso möglich, den Bart zu stutzen und in Form zu bringen. Bei Kindern ist es erforderlich besonders vorsichtig zu arbeiten und das Kind zu beruhigen und bei Laune zu halten.

Haare verlängern/verdichten: Es gibt auch Salons, die Haarverlängerungen- und Verdichtungen anbieten. Denn anstatt einem Haarschnitt möchten manche lieber längere Haare haben. Dafür gibt es verschiedene Techniken: Tape-Extensions, Bondings, Sew-Ins oder auch Clip-Ins. Kläre den Kunden über die Vor-und Nachteile der jeweiligen Methode auf.

Haare färben: Es gibt unterschiedliche Arten, Haare zu färben und verschiedene chemische Prozesse, die für einen Farbwechsel sorgen. Zum Blondieren nutzt man beispielsweise Wasserstoffperoxid zu bleichen der Haare. Vor dem Schneiden oder nach dem Schneiden färben? Das kommt ganz darauf an! Soll aus einer Langhaar- eine Kurzhaarfrisur werden, empfiehlt es sich, erst zu schneiden und dann zu färben, um Farbe zu sparen. Du musst auch immer die Kosten im Blick haben. Wenn du jedoch nicht viel abschneidest, ist es egal, in welcher Reihenfolge du es angehst. Du solltest auf jeden Fall nach dem Schneiden färben, wenn sich der Kunde eine Balayage- oder Ombré-Behandlung wünscht. Diese Looks sind dadurch gekennzeichnet, dass sich der untere Part der Haare farblich vom oberen Teil absetzen soll. Schneidet man erst danach, könnte der Effekt nicht wie geplant ausfallen. Bei einer Haarverlängerung werden die Naturhaare den Haarverlängerungen angepasst, das heißt, man färbt vor der Haarverlängerung.  

Augenbrauen und Wimpern färben: Zu deinen Aufgaben als Friseur gehört es auch, nicht nur die Haare auf dem Kopf zu färben. Mithilfe bestimmter Techniken färbst du die Augenbrauen und die Wimpern deiner Kunden.

Haare föhnen: Je nach Kundenwunsch föhnst du die Haare glatt oder kreierst leichte Wellen und Volumen mit einer Rundbürste.

Haare stylen: Mithilfe eines Glätteisens und verschiedener Stylingprodukte bringst du die Haare in Form. Frag den Kunden, wie er die Haare normalerweise stylt und zeige ihm, wie man deinen kreierten Look ganz einfach zu Hause nachstylen kann. Handelt es sich um einen bestimmten Anlass, fertigst du kreative und moderne Hochsteckfrisuren an.

Produktverkauf: Währenddessen du den Kunden stylst, kannst du ihm die verwendeten Produkte zum Verkauf anbieten. Meistens fragt der Kunde auch selbst nach guten Tipps und Tricks.

Make-Up: Zum Tätigkeitsfeld eines Friseurs gehört es auch, Kunden zu schminken.

Organisatorische Aufgaben: Terminkoordinierung, Marketingmaßnahmen und die Bestellung von Arbeitsmaterialien und Verkaufsartikeln – auch diese Aufgaben gehören zu diesem Beruf dazu.

 

Welche Arbeitskleidung sollte ich tragen?

Als Friseur solltest du mithilfe deines Outfits deine Persönlichkeit unterstreichen. Sei dabei jedoch nicht zu ausgefallen! Schräge, zu auffällige Looks schrecken potentielle Kunden ab. Ein gepflegtes Äußeres ist ein Muss. Bei diesem Beruf hast du im wahrsten Sinne des Wortes Kundenkontakt. Der Kunde soll sich wohlfühlen. Bequeme Schuhe sind von Vorteil, da du die meiste Zeit stehst.

 

Wo kann ich als Friseur arbeiten?

Besonders gefragt sind Friseure neben den klassischen Salons in kosmetischen Abteilungen von großen Hotels. Auch bei Film- und Theaterproduktionen werden Friseure gebraucht. Hausbesuche sind heutzutage keine Seltenheit.

 

Was sind die Vorteile dieses Berufs?

Nach deiner Ausbildung gibt es viele Möglichkeiten, dein Können und auch dein Gehalt zu steigern. Es gibt zahlreiche Weiterbildungs- und Spezialisierungsmöglichkeiten. Entscheidest du dich dafür, Friseurmeister zu werden, kannst du deinen eigenen Salon aufmachen. Dabei kannst du entscheiden, welche Leistungen du anbieten möchtest. Wie wäre es denn mit einem Salon nur für Männer, oder einem Salon der auf Haarverlängerungen spezialisiert ist? Mach etwas, was nicht alle machen! Deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt!



Was sind die Ausbildungsinhalte?

  • Reinigen und Pflegen von Haaren und der Kopfhaut
  • Schneiden der Haare mit klassischen und modernen Techniken
  • Durchführen von modischen Struktur- und Farbveränderungen der Haare
  • Planen, Formen und Gestalten von Frisuren
  • Beraten der Kunden in Friseur- und Kosmetikdienstleistungen unter Berücksichtigung ästhetischer Aspekte, der Kopf- und Gesichtsform, der Gesamterscheinung sowie modischer Trends
  • Unterbreiten und Umsetzen individueller Vorschläge
  • Betreuen von Kunden vor, während und nach der Behandlung und Eingehen auf deren Erwartungen und Wünschen
  • Durchführen von Haarverlängerungen und -verdichtungen und Gestalten mit Haarersatz
  • Pflegen der Hände und Gestalten der Nägel
  • Durchführen kosmetischer Maßnahmen
  • Planen und Dokumentieren der Behandlungsabläufe
  • Mitwirken bei der Organisation von Betriebsabläufen und Überwachen der Terminplanungen
  • Beraten der Kunden bei Produktauswahl und Produktanwendung
  • Präsentieren und Verkaufen der Waren sowie Produkte
  • Unterstützen von Marketingmaßnahmen im Salon
  • Anwenden der Vorschriften und Richtlinien des Gesundheits- und des Umweltschutzes.


Ausbildungsdauer: 
3 Jahre 

Gesellenprüfung:

Teil 1: Während der Berufsausbildung ist Teil 1 der Gesellenprüfung durchzuführen. Er soll in der Mitte des zweiten Ausbildungsjahres stattfinden.

Teil 2: Die Ausbildung schließt mit Teil 2 der Gesellenprüfung ab.



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Hendrik Schulz

Hendrik Schulz

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