Ausbildungskonsens BB
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Gemeinsam duale Berufsausbildung weiter stärken

Der „Brandenburgische Ausbildungskonsens“ als gemeinsame Plattform zur Stärkung der dualen Berufsausbildung wird bis zum Jahr 2018 fortgeschrieben. Die Partner bekräftigen ihr Ziel, dass jährlich mindestens 10.000 neue betriebliche Ausbildungsverträge in Brandenburg abgeschlossen werden. Außerdem soll sowohl die Zahl der unversorgten Jugendlichen als auch die der nicht besetzten Lehrstellen weiter gesenkt werden.

Im Land Brandenburg wurden im Jahr 2015 insgesamt 9.351 betriebliche Ausbildungsverträge abgeschlossen. Das waren 166 mehr als im Jahr 2014. Auch die Zahl der angebotenen betrieblichen Lehrstellen stieg an: in 2015 waren es insgesamt 12.074, das waren 648 mehr als in 2014.

Ministerpräsident Woidke sagte: „Die duale Ausbildung ist in Brandenburg gut aufgestellt. So ist bei uns im Gegensatz zum Bundestrend im Vorjahr die Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge um 1,4 Prozent gestiegen. Das ist auch ein Ergebnis der Arbeit aller am Ausbildungskonsens beteiligten Partner. Damit die Bilanz weiterhin gut bleibt, haben wir den Ausbildungskonsens für die nächsten Jahre an aktuelle Herausforderungen angepasst.

Da ist zum einen die Aufgabe, viele junge Schutzsuchende in den Ausbildungsmarkt zu integrieren. Wir wollen aber auch die Angebote betrieblicher Ausbildungsstellen für junge Menschen mit Behinderung verbessern. Deshalb freue ich mich sehr, heute hier im Berufsbildungswerk Oberlinhaus 76 jungen Menschen zum Abschluss ihrer Ausbildung gratulieren zu können.“ Vor dem Hintergrund noch zahlreicher unbesetzter Ausbildungsplätze appellierte der Ministerpräsident zugleich an alle Jugendlichen, sich schnell um einen Ausbildungsplatz zu bewerben.

Robert Wüst, Präsident Handwerkskammertag Land Brandenburg: „Das Handwerk begrüßt eine strukturierte Berufsorientierung in allen Schulformen. Sie bildet eine wichtige Grundlage, die duale Berufsausbildung zu stärken. Wenn Brandenburgische Schüler besser auf den Einstieg in das Berufsleben vorbereitet werden, wird auch das Handwerk partizipieren. Der obligatorische Berufswahlpass und Potenzialanalysen für jeden Schüler an jeder Schule sind wichtige Bausteine. Notwendige Praxiserfahrungen gehören aber auch dazu.

Dass der Ausbildungskonsens einen guten „Schulabschluss als zentrale Voraussetzung“ für einen erfolgreichen Berufseinstieg festschreibt, ist ein zentrales Anliegen der Wirtschaft. Eine hohe Ausbildungsqualität und Angebote für alle motivierten Lehrstellenbewerber sind wichtig, um die Fachkräftebasis in Brandenburg zu sichern.“

Aktuelle Ziele des Ausbildungskonsenses (Details in der Erklärung) sind:
• Konsequente Umsetzung der Berufsorientierung für alle Schülerinnen und Schüler
• Weniger unversorgte Bewerberinnen und Bewerber
• Weniger unbesetzte Ausbildungsstellen
• Gute Qualität der betrieblichen Ausbildung
• Inklusive Ausbildung
• Maßnahmen für Zugewanderte öffnen
• Digitale Kompetenzen in der dualen Ausbildung stärken

Hintergrund:
Der im Jahr 2003 gegründete Ausbildungskonsens ist ein Teil der Brandenburger Sozialpartnerschaft von Arbeitgebern, Gewerkschaften und Landesregierung. Beteiligt sind die Landesregierung mit dem Ministerpräsidenten und dem federführenden Arbeitsministerium, den Ministerien für Bildung, Wirtschaft und Landwirtschaft sowie die Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Bundesagentur für Arbeit, die Industrie- und Handelskammern (IHK), die Handwerkskammern (HWK), der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB), die Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB) und der Landesverband der Freien Berufe Brandenburg (LFB). Die Arbeit des Konsens` wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und der Partner finanziert.

Im Oktober 2015 startete die Ausbildungsoffensive „Brandenburg will Dich! Hier hat Ausbildung Zukunft“. Gemeinsam wollen Landesregierung, Arbeitgeber, Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern, Gewerkschaften, die Bundesagentur für Arbeit und weitere Partner die Berufsausbildung stärken.

Weitere Informationen unter www.ausbildungskonsens-brandenburg.de .