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Handwerk fordert Hilfe bei Integration von Flüchtlingen

Handwerksunternehmen im Landkreis Dahme-Spreewald sind bereit, Flüchtlingen eine gesicherte Zukunft in der Region zu bieten. Eine Voraussetzung ist die Sprachförderung, die bereits mit der Ankunft in Deutschland einsetzen sollte. Das ist allerdings Aufgabe der Bundes- und Landespolitik, von der die Handwerkskammer Cottbus mehr Unterstützung fordert.

Im vergangenen Jahr hat der Landkreis Dahme-Spreewald rund 400 Flüchtlinge aus Kriegsgebieten aufgenommen, in diesem Jahr kommen noch einmal rund 1.000 dazu. Um ihnen in Südbrandenburg eine Perspektive zu ermöglichen, muss ihre Integration gefördert werden. "Die Aufnahme der Flüchtlinge in unserer Region kann nur erfolgreich gelingen, wenn die Menschen Verbindungen knüpfen, statt in Gemeinschaftsunterkünften zur Untätigkeit verbannt zu sein.

Die wichtigste Voraussetzung dafür ist jedoch die Sprache", sagt Peter Dreißig, Präsident der Handwerkskammer Cottbus (HWK), beim Besuch von Unternehmen mit dem Landrat Stephan Loge.

Die Sprachförderung und Integrationskurse sind vor allem Aufgabe der Bundes- und Landespolitik, von der die Handwerkskammer Cottbus (HWK) gemeinsam mit Landrat Stephan Loge Unterstützung fordert. Zahlreiche Handwerksbetriebe sind bereit, jugendliche Flüchtlinge auszubilden und gelernten Handwerkern einen Arbeitsplatz anzubieten.

"Allein im letzten Jahr blieben im Kammerbezirk rund 330 Ausbildungsplätze unbesetzt. Dieses Angebot sollte den Flüchtlingen unterbreitet werden. Voraussetzung dafür ist neben der deutschen Sprache auch der Schutz vor Abschiebung während der Lehrzeit sowie für mindestens zwei Jahre nach dem Abschluss", so Peter Dreißig.

Stephan Loge führt ein weiteres Argument für die Forderung ins Feld:  "Asylsuchende, die eine Ausbildung absolviert und im Anschluss Arbeit haben, zahlen Steuern und die Kommune spart damit Sozialausgaben", so der Landrat des Dahme-Spreewald-Kreises.

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