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Handwerkskammern Cottbus und Dresden gemeinsam für Bürokratieabbau

"Den Sozialversicherungen geht es derzeit sehr gut, sie verzeichnen Rekordeinnahmen", sagt Peter Dreißig, Präsident der Handwerkskammer Cottbus. "Der Zeitpunkt ist günstig, die Unternehmen bei der Bürokratie zu entlasten. Doppelabrechnungen mit der im Jahre 2005 eingeführten Regelung sollten deshalb zurückgenommen werden." Die Handwerkskammer Cottbus würde es begrüßen, wenn sich die Landespolitik auf Bundesebene dafür stark machen könnte.

Dr. Jörg Dittrich, Präsident der Handwerkskammer Dresden: "Wir freuen uns über die Unterstützung aus dem Handwerk und anderen wirtschaftlichen Bereichen. Jetzt geht es darum, die Politik auf Bundesebene für unseren Vorstoß zu gewinnen. Es ist schlicht Unsinn, wenn Unternehmen zu einer doppelten Lohnabrechnung gezwungen werden. Es geht hier um die Liquidität der Betriebe."

Hintergrund:
Durch die im Jahr 2005 eingeführte Pflicht zur Vorauszahlung der Sozialversicherungsbeiträge und die damit verbundene Verlagerung der Fälligkeit vom 15. des Folgemonats auf den drittletzten Arbeitstag des laufenden Monats sind Betriebe gezwungen, noch vor Ablauf des Monats die zu entrichtenden Abgaben zu schätzen. Zudem müssen seitdem 24 statt 12 Lohnabrechnungen erstellt werden, weil nach der Vorauszahlung die tatsächlichen Beiträge auf Basis der tatsächlichen Lohnhöhe ermittelt werden müssen. In Sachsen haben die Fraktionen von CDU und FDP einen Antrag in den Landtag eingebracht, die Vorfälligkeit der Sozialversicherungsbeiträge wieder abzuschaffen. Sie folgten damit dem Vorstoß der Handwerkskammer Dresden.

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Michel Havasi

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