HWK Cottbus

HWK besucht Wandergesellen in Greifswald

Vom 19. September bis 1. Oktober entsteht im Zuge des Projektes "Gesellen auf der Walz" im Cottbuser Tierpark ein neues Gehege für Krallenaffen. Zuvor hat die Handwerkskammer einmal Mäuschen gespielt und sich nach Greifswald begeben, um dort einige Hinweise für Ihr Kulturland-Projekt zu erhalten. Dort trafen sich im August Wandergesellen aller Schächte auf der alljährlichen Sommerbaustelle der Freireisenden. In diesem Jahr wählten die Fremdgeschriebenen die Straze aus. Das Gebäude wird bis 2018 umgebaut. Geplant sind eine alternative Wohnanlage sowie Büros für Vereine der Stadt. Der Startschuss fiel mit den Gesellen, die sich der Aufgabe verschrieben, im Mittelteil des riesigen Komplexes die Holzbalken auszutauschen und somit dem Gebäude Stabilität zu verleihen. "Ehrenamtliche Projekte sind für uns Wandergesellen eine gute Möglichkeit, mindestens einmal im Jahr der Gesellschaft etwas zurückzugeben, von der wir zuvor viel bekommen", erzählt Florian und fügt hinzu: "Diese Projekte sind auch eine prima Gelegenheit, sich in großer Zahl zu treffen, alte Bekannte wieder zu sehen und die Junggesellen kennenzulernen."

Ihre Arbeitsplätze richteten sich die Wandergesellen hinter dem Gebäude auf der Wiese unter freien Himmel ein. An der Säge arbeitet gerade Florian, fremder freireisender Zimmerer. Der Hamburger ist schon seit zirka zwei Jahren auf Wanderschaft, bereiste dabei 18 Länder.  Unter anderem baute er in Thailand an einem Bambushaus mit. Der Hamburger sagt aber: "Es kommt nicht darauf an, wie weit man in die Ferne reist, lernen und neue Dinge kennenlernen kann man überall."

Wenige Meter weiter ist der rechtschaffene fremde Schmied Ernst Maulwurf am Werk. Er schmiedet gerade Eisenstangen für die Holzkonstruktion. Der Sachse ist seit August 2011 auf Reisen: "Die Wanderschaft macht mir noch immer Spaß. Besonders das Drumherum, wie zum Beispiel die Treffen mit anderen Gesellen, möchte ich noch nicht missen." Auf Sammelbaustellen müssen Wandergesellen teilweise auch außerhalb ihres Gewerkes arbeiten, wenn dort Not am Mann ist. Das erweitert den fachlichen Horizont der jungen Handwerker. So entstand in Greifswald zum Beispiel ein gemauerter Ofen, hergestellt von Zimmerern erzählt der Freireisende Fremde Zimmermann Karsten.