HWK Cottbus

HWK und Ministerium starten Gymnasium Plus Handwerk

Oberstufenzentren bereiten Schüler auf Meisterausbildung vor

Das Handwerk in Südbrandenburg hat einen hohen Bedarf an qualifizierten Fachkräften. Die Betriebe benötigen Nachwuchs mit Freude am Unternehmertum und Managementfähigkeiten.

Aus diesem Grund hat die Handwerkskammer Cottbus (HWK) gemeinsam mit dem Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg sowie vier Oberstufenzentren in Südbrandenburg das Berufliche GymnasiumPlusHandwerk initiiert. Auf dem Weg zum Abitur erwerben die Schüler hier bereits Teilwissen für die Meisterprüfung.

Das neue Bildungsprojekt erlaubt es, die Module Betriebswirtschaftslehre und Pädagogik innerhalb des Rahmenlehrplanes der Oberstufenzentren zu unterrichten. Dabei handelt es sich um zwei Bausteine der Meisterausbildung, die so nach einer verkürzten Berufsausbildung besonders schnell absolviert werden können. Zusätzlich haben die Schüler ab der Klassenstufe 11 bereits die Möglichkeit, praktisch zu arbeiten. Sie erhalten damit Einblicke in Strukturen und Abläufe eines Handwerksbetriebes. Sie lernen Unternehmer kennen, die sie nach dem Abitur gern ausbilden und ihnen eine Perspektive in der Führungsetage bieten.

Peter Dreißig, Präsident der Handwerkskammer Cottbus: "Die Jugendlichen haben mit diesem Bildungsangebot der vier Oberstufenzentren die Chance, direkt in einem Handwerksbetrieb in leitender Position einzusteigen. Sie sparen dabei Zeit und Kosten."

Günter Baaske, Minister für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg: "Mit dem Projekt ‚Berufliche GymnasienPlusHandwerk‘ gehen wir gemeinsam mit der Handwerkskammer Cottbus neue Wege. Für die Schülerinnen und Schüler bringt es Vorteile: Sie bekommen während der Schulzeit einen tieferen Einblick in die Welt der Handwerksberufe. Und wenn sie sich nach dem Abitur für einen solchen entscheiden sollten, bekommen sie schon einen Teil ihrer Ausbildung zum Meister anerkannt. Die Handwerkskammer wiederum kann frühzeitig Nachwuchs ansprechen und Interesse an handwerklicher Tätigkeit wecken. So profitieren beide Seiten."

Im Bild:
v.l.: Dr. Thomas Drescher, Staatssekretär im Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg,  Rainer Böhme, Leiter Oberstufenzentrum Elbe-Elster, Dr. Margit Lieback, Leiterin Oberstufenzentrum Lausitz,  Dipl.-Ing. (FH) Bauwesen Corina Reifenstein, Vizepräsidentin der Handwerkskammer Cottbus, Michael Seifert, Leiter Oberstufenzentrum Cottbus und Klaus-Ulrich Tölpe, Leiter Oberstufenzentrum Dahme-Spreewald