HWK Cottbus

Konjunktur: Handwerk mit leicht getrübter Stimmung

8. April. Der lange Winter mit sinkenden Umsätzen hat die Stimmung im regionalen Handwerk etwas abflachen lassen. Das ist das Ergebnis der Frühjahrsumfrage der Handwerkskammer Cottbus (HWK). Aktuell bewerten 90,1 Prozent der Unternehmen ihre Geschäftslage mit gut oder zufriedenstellend. Im Frühjahr 2012 waren es 90,8 Prozent. Dagegen schauen die Betriebe in Erwartung des kommenden Frühlings zuversichtlich in die Zukunft.

Faktoren, die den leichten Optimismus der Betriebe begünstigen, sind die weiterhin niedrigen Zinsen als Motor für Investitionen und Bautätigkeiten. Aber auch zukunftsträchtige Märkte, wie die Energiebranche, und die gute Verbrauchskonjunktur liefern positive Impulse. Fest steht: Das Handwerk hat die Zeichen der Zeit erkannt. "Die Unternehmen stellen sich den Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt. Dazu zählen ungünstige wirtschaftliche Rahmenbedingungen, Verteuerungen bei Energie und Rohstoffen sowie der Mangel an Auszubildenden und Fachkräften", erklärt Peter Dreißig, Präsident der HWK.

So sind die Unternehmen bestrebt, ihre Arbeitnehmer zu halten und neu einzustellen. Dennoch ist aufgrund des eingeschränkten Angebotes an Fachkräften nur in 8 Prozent der Betrieben die Beschäftigtenzahl gestiegen (2012: 12 Prozent). Vor allem der Baubereich, das Gesundheits- und Nahrungsmittelhandwerk suchen Fachkräfte.

Eine gebremste konjunkturelle Dynamik wird in den Umsatzmeldungen sichtbar. Hier berichten 33 Prozent der Firmen über sinkende und nur noch 14 Prozent über gestiegene Umsätze. Dennoch: Gut gefüllte Auftragsbücher mit Blick auf den nahenden Frühling machen den Betrieben Hoffnung und die Auftragsreichweiten liegen im Schnitt bei knapp sieben Wochen - ähnlich wie in den Vorjahren.

Der Blick auf die einzelnen Gewerbegruppen zeigt, dass vor allem das Ausbauhandwerk (35 Prozent) und der Gewerbliche Bedarf (28 Prozent) mit ihrer konjunkturellen Situation zufrieden sind. Dagegen blickt die Kammer mit Sorge auf die Kfz-Branche, die weit unter dem Durchschnitt liegt.

Hier schätzen nur 6 Prozent ihre Lage mit "gut" ein. "Der lange Winter hat im Kfz-Handel und in der Verlagerung der Servicezeiten ins zweite Quartal des Jahres seine Spuren hinterlassen. Umso hoffnungsvoller schauen die Unternehmen auf die nächsten Monate", so Peter Dreißig.

Manja Bonin

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