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Konjunktur im Handwerk: Höchster Wert seit fünf Jahren

Der in der Konjunkturumfrage der Handwerkskammer Cottbus (HWK) erhobene Geschäftsklimaindex erreicht in diesem Herbst ein neues Rekordhoch. Auch die anstehenden Monate des Winterhalbjahres sind von einer insgesamt positiven Erwartungshaltung geprägt. Gestützt werden die guten Werte vor allem von der aktuellen Lage auf dem Arbeitsmarkt und der Auftragslage in Südbrandenburg.

93,1 Prozent (2015: 91,9 Prozent) der befragten Handwerksbetriebe berichten von guten bis zufriedenstellenden Geschäftslagen. Gestützt wird dieses Ergebnis vor allem von drei Branchen: 64,8 Prozent des Ausbauhandwerks, 53,4 Prozent des Bauhauptgewerbes und 46,3 Prozent der Unternehmen des gewerblichen Bedarfs, die ihre Geschäftslage derzeit als gut bewerten. Positiver als im letzten Jahr zeigt sich die Situation auch im Kfz-Handwerk: 20,6 Prozent (2015: 12,5 Prozent) der Betriebe bewerten diese mit gut, nur 14,7 Prozent mit schlecht, sodass der Saldo erstmals wieder im positiven Bereich liegt.

Bezüglich der Auftragslage berichten 84,8 Prozent der befragten Betriebe von steigenden bzw. gleichbleibenden Auftragsbeständen. Entsprechend hoch sind die Auftragsvorlaufzeiten: Im Durchschnitt über alle Gewerke hinweg beträgt sie 7,7 Wochen, das sind 1,4 Wochen über dem Vorjahreswert. 60,6 Prozent der Betriebe sind damit gut ausgelastet.

Der Auftrags- und Auslastungslage entsprechend konnte fast ein Viertel der Handwerksbetriebe (23,4 Prozent) die Umsätze steigern, 61,1 Prozent stabilisierten ihre Einnahmen. Optimistisch blicken die Unternehmen dabei auf die kommenden Monate: 86,1 Prozent gehen von steigenden bzw. gleichbleibenden Umsätzen aus. Mit einem Zuwachs rechnen vor allem das Gesundheitshandwerk (50 Prozent) sowie das Ausbauhandwerk (19,5 Prozent).

Im vergangenen halben Jahr haben nahezu 9 von 10 Betrieben an ihren Fachkräften festgehalten oder sogar neue Arbeitsplätze geschaffen. 92 Prozent der Unternehmen planen das auch für die kommenden Monate, trotz der damit verbundenen Herausforderungen wie der Akquise neuer Lehrlinge oder der regelmäßigen Aus- und Weiterbildung von bestehenden Fachkräften.

Hintergrund:
Jeweils im Frühjahr und im Herbst befragt die Handwerkskammer Cottbus etwa 2.000 Mitgliedsbetriebe zu deren aktueller Geschäftslage. Im Mittelpunkt stehen dabei die Bereiche allgemeines Geschäftsklima, Auftragslage, Umsatz- und Beschäftigungsentwicklung sowie die Verkaufspreise.

Manja Bonin

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