HWK Cottbus

Konjunktur normalisiert sich

Der Konjunkturaufschwung im südbrandenburgischen Handwerk ist vorerst gestoppt. In den vergangenen Monaten sanken die Umsätze und auch die Beschäftigtenzahlen in einigen Branchen, wie aus der Herbstumfrage der Handwerkskammer Cottbus (HWK) hervorgeht. Demnach hat sich auch die Stimmung für die kommenden Monate eingetrübt. Aktuell bewerten 89,1 Prozent der Unternehmen ihre Geschäftslage mit gut oder zufriedenstellend. Damit sinkt der Wert erstmals seit fünf Jahren.

Insbesondere drücken Unternehmen des Gewerblichen Bedarfs die Stimmung (von 91,5 Prozent in 2012 auf 80 Prozent), die meist Zulieferer oder Dienstleister für Industrieunternehmen sind. „Für das Handwerk ist entscheidend, dass die Konjunktur in der Industrie als wichtiger Auftraggeber des Handwerks gut läuft und dass sich der Binnenmarkt gut entwickelt“, erklärt HWK-Präsident Peter Dreißig. „Damit das geschieht, müssen die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen dauerhaft gestärkt werden. Steuererhöhungen und steigende Energiepreise sind kontraproduktiv.“

Eine Bestätigung für die Einschätzung der Betriebe im Kammerbezirk geben die Umsatzzahlen. So hat augenblicklich jeder vierte Unternehmer mit anhaltend sinkenden Zahlen zu kämpfen. Hier besonders betroffen sind das Kfz-Handwerk (48,6 Prozent), das Gesundheitshandwerk (42,9 Prozent) und der Gewerbliche Bedarf (35 Prozent). Einen optimistischen Blick voraus werfen dagegen insgesamt 80 Prozent der befragten Betriebe. Sie hoffen, dass sie diesen negativen Trend in den kommenden Monaten stoppen und die Umsätze zumindest stabil halten können.

Kontinuität zeigte sich gewerbeübergreifend trotz geringerer Betriebsauslastungen und negativen Umsatzentwicklungen bei der Beschäftigung. Die Unternehmen halten an ihren Fachkräften fest und bilden weiterhin aus. Mit Blick in die Zukunft hoffen die Betriebe auf stabilere Signale für die Wirtschaft, dennoch wollen sie vorsichtig agieren. Nur 1,8 Prozent planen mit mehr Mitarbeitern, während 12,7 Prozent von einem Beschäftigungsabbau ausgehen. Einen Lichtblick gibt es bei den

Investitionen. So sind die Investitionstätigkeiten in jedem dritten Handwerksbetrieb gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Dabei bleibt das Hauptaugenmerk auf den Ersatzinvestitionen (63,4 Prozent). 20,7 Prozent der Firmen konnten sich erweitern.

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Manja Bonin

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