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Kroatien: Nationales Förderprogramm zur Energieeffizienz

In Kroatien sieht ein nationales Förderprogramm Ausgaben von jährlich bis zu 30 Mio. EUR für die Verbesserung der Energieeffizienz von Ein- und Zweifamilienhäusern vor. Das Programm läuft bis 2020 und gilt für bis 1980 fertiggestellte Häuser. Die Hälfte der Kosten ist von den Eigentümern zu tragen. Für bestimmte Regionen Kroatiens wie die Adriainseln gibt es höhere Zuschüsse von bis zu 80 %. Das Fördermittelvolumen ist 2014 gegenüber dem Vorjahr auf 20 Mio. EUR verdreifacht worden.

Über Zuschüsse werden nicht nur Dämmmaßnahmen, sondern auch die Umstellung auf Pelletöfen oder Holzvergaserkessel sowie Solarthermie- oder Photovoltaikanlagen gefördert. In diesem Bereich gibt es großen Nachholbedarf, da Umweltschutz und nachhaltige Wirtschaftsentwicklung bisher kaum beachtet wurden. Eine europäische Vergleichsstudie zeigt, dass die Photovoltaikleistung in Kroatien 2013 schätzungsweise nur 5 Wp (Watt Peak) pro Einwohner betrug; in Italien liegt dieser Wert bei rd. 300 Wp.

Auch bei Solarthermieanlagen zur Wassererwärmung weist Kroatien im Vergleich mit seinen Nachbarländern Rückstände auf. Nach Schätzungen waren 2013 Anlagen mit 100 MWth (Megawatt thermisch) bei 140.000 qm Kollektorfläche installiert, was rd. ein Drittel unter den Werten im nicht so sonnenreichen Slowenien liegt.

Nähere Auskünfte:
Deutsch-Kroatische Industrie- und Handelskammer (AHK) Strojarska cesta 22/11 in 10000 Zagreb, Kroatien, Tel.: +385 (0)1 6311 600, E-Mail: info(at)ahk.hr ; www.kroatien.ahk.de

(Quelle: Ostwirtschaftsreport, September 2014)

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