Berufsorientierung Steenbeck Gymnasium
HWK Cottbus

Projekt Gymnasium und Handwerk: "Das ist ein guter Anfang"

Eine Umfrage unter 75 Schülern hat verdeutlicht, dass die Schüler eine Karriere im Handwerk als Alternative zum Studium wahrgenommen haben. Das sagt Torsten Brendahl, Fachlehrer für WAT/Technik am Max-Steenbeck-Gymnasium, in der aktuellen Ausgabe des Magazins Lausebande.

In diesem Jahr startete die Handwerkskammer ein Pilotprojekt mit den beiden Cottbuser Gymnasien Steenbeck und Humboldt. Ziel: Gymnasiasten fürs Handwerk begeistern. Zeigen, dass man hier ebenso Karriere machen kann wie mit einem Studium. Zwei Praxiswochen á vier Tage wurde geschraubt, gefeilt, gelötet, geklemmt – und nicht schlecht gestaunt. Die Lausebande hat Torsten Brendahl befragt.



Wie sieht Ihr Fazit aus, passt Gymnasium und Handwerk zusammen?

Ich war absolut positiv überrascht. Die Praxiswochen waren sehr gut organisiert. Wir haben im BTZ beste Bedingungen vorgefunden. Die Schüler konnten Fähigkeiten trainieren und neue Talente entdecken. Ich halte das für einen sehr wertvollen Beitrag in der Berufsorientierung. Die Schüler konnten Handwerksberufe praktisch ausprobieren und hinterfragen.

Dennoch: Wollen Gymnasiasten nicht lieber studieren?

Die Schüler haben es hier verstanden: Gymnasium muss nicht automatisch Studium heißen. Das Klischée hält sich leider immer noch. Dabei bietet das Handwerk heute ebenso gute Karrierechancen. Fachausbildung, Meisterstudium, einen Kaufmann draufsatteln, die eigene Firma leiten – und sehen, was man täglich schafft. Davon haben die Schüler hier ein klares Bild erhalten.

Welche Gewerke haben die Schüler kennengelernt?

Es war eine immense Vielfalt. Mechatronik, Elektrik, Holzbearbeitung, Metallbearbeitung, Kunstsoff, Heizungs- und Steuerungstechnik. Das können wir in der Schule in diesem großen Umfang nicht bieten. Ein Schüler sagte hinterher, dass er erstaunt war, wie fest der Werkstoff Metall ist. Das waren spannende Erfahrungen. Eine Umfrage unter 75 Schülern hat verdeutlicht, dass die Schüler eine Karriere im Handwerk als Alternative zum Studium wahrgenommen haben. Das ist ein guter Anfang, der fortgesetzt werden muss.



Auszug aus der Umfrage unter 75 Schülern (Bewertung in Schulnoten):

Freust Du Dich auf die folgenden Handwerkskammertage?
JA [66 Schüler] / Nein [6 Schüler]

Würdest Du diese Tage den zukünftigen 8. Klassen empfehlen?
JA [65 Schüler] / Nein [5 Schüler]

 Stimmen von Gymnasiasten

Tina Ehrenheim: „Ich mag Physik und Schaltkreise. Da fand ich es cool, dass wir selbst in Schaltschränken Steuerungstechnik einbauen durften. Man muss sich konzentrieren, sieht aber danach, was man geschafft hat. Auch das Löten und Bearbeiten von Metall hat mich begeistert. Handwerksberufe sind wirklich spannend und bieten gute Perspektiven, das hatte ich vor dem Projekt nicht so gesehen.“



Finn Weber: „Der Ausflug ins Handwerk hat uns alle überrascht. Das hat Spaß gemacht und wir haben das besser geschafft, als wir zuerst dachten. Mit einem Meister kann man sogar ein eigenes Unternehmen gründen. Ich fand die Arbeit mit dem Werkstoff Holz sehr spannend. Mir hat besonders das Arbeiten im Team gefallen. Ich wusste vorher gar nicht, was Handwerk alles sein kann.“



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