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Vorsicht bei Gewerbeauskunft

Bereits seit einigen Jahren gibt es Unternehmen, allen voran die Gewerbeauskunft-Zentrale, die unter dem Vorwand scheinbar amtlicher Schreiben oder sogar mutmaßlich bestehender Vertragsverhältnisse ahnungslose Unternehmen zu Vertragsabschlüssen bringt, die immens hohe Kosten nach sich ziehen. Es geht in der Regel um die Publikation der Kontaktdaten der Unternehmen.

Bei der Versendung dieser Schreiben wird in vielen Fällen derart vorgegangen, dass bei den Unternehmen der Eindruck erweckt wird, dass es sich lediglich um einen Abgleich von Daten handelt. Die Unternehmen werden aufgefordert, gegebenenfalls Korrekturen an den Daten vorzunehmen und das Schreiben zurück zu schicken. Dabei wird jedoch die Tatsache verschleiert, dass diese Schreiben ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages darstellen und mit der unterschriebenen Rücksendung eine Annahme dieses Angebots erfolgt.

In dem Glauben, es handele sich um ein öffentliches oder amtliches Verzeichnis, schickten viele Unternehmen in der Vergangenheit den Vordruck ausgefüllt zurück und erhielten dann eine Rechnung über rund 900 Euro. Entgegen dem ersten Eindruck ist die Gewerbeauskunft-Zentrale ein privatwirtschaftliches Unternehmen.

Unser Rat:
Betroffene Betriebe sollten auf keinen Fall Zahlungen zu tätigen und den Vertrag schnellst möglich wegen arglistiger Täuschung anfechten und hilfsweise kündigen (ein Musterschreiben finden Sie im Anhang). Aus Beweisgründen sollte dies am besten mit Einschreiben geschehen. Ferner sollte Strafanzeige bei der Polizei erstattet werden.

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Anne-Kathrin Selka

Rechtsberaterin

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