Ausbildungskalender Mai 2019 Serie Teil 9
HWK Cottbus

Was Sie über die Ausbildungsvergütung wissen sollten

Serie (9): "Ihr Ausbildungsberater informiert"

Die Höhe der Ausbildungsvergütung ist als ein wesentlicher Bestandteil im Ausbildungsvertrag festzuhalten.  Auf der Suche nach geeigneten Fachkräften nutzen ausbildungsbereite Betriebe mehr und mehr dieses Instrument und bieten Bewerbern einen zusätzlichen Anreiz, eine Ausbildung im Handwerk zu beginnen.

Was gilt aktuell beim Thema Ausbildungsvergütungen zu beachten:

Bei Abschluss des Ausbildungsvertrages ist die Ausbildungsvergütung schriftlich festzulegen.

Dabei gilt es, bestimmte Grundsätze zu beachten:

  • es ist eine angemessene Ausbildungsvergütung zu zahlen, die mindestens jährlich steigen muss
  • Ausbildungsvergütung wird spätestens am letzten Arbeitstag des laufenden Monats fällig
  • der Lehrling hat einen Anspruch auf eine Lohnabrechnung /Verdienstbescheinigung

Die Höhe der Ausbildungsvergütung richtet sich dabei nach:

  • Festlegungen aus bestehenden Tarifverträgen
  • Empfehlungen der Fachverbände und Innungen
  • oder dem ortsüblichen Durchschnitt aller Berufe im Kammerbezirk

Zur Unterstützung bei der Festlegung der angemessenen Ausbildungsvergütung finden Sie hier eine aktuelle Übersicht:



Wichtiger Hinweis!
Um die Angemessenheit auch bei bereits abgeschlossenen Ausbildungsverträgen weiterhin zu gewährleisten, gilt: Bei Änderungen der Tarifverträge bzw. der jeweiligen Empfehlungen der Fachverbände sind die Ausbildungsvergütungen entsprechend anzugleichen. Die Vereinbarungen im abgeschlossenen Ausbildungsvertrag sind durch die Änderungen ungültig geworden.

Fortzahlung der Vergütung!
Ausbildungsvergütung ist auch weiter zu zahlen, bei Freistellung zur Berufsschule, zur Teilnahme an der überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung und für die Dauer von 6 Wochen bei krankheitsbedingtem Ausfall.

Kürzung der Ausbildungsvergütung!
Die Ausbildungsvergütung darf grundsätzlich nicht gekürzt werden! Einzige zulässige Ausnahme ist das unentschuldigte Fehlen des Auszubildenden während der Ausbildung (Betrieb, Schule, überbetriebliche Lehrlingsunterweisung).

Was kommt ab 2020

Das Bundeskabinett hat erstmals eine Mindestausbildungsvergütung für Lehrlinge beschlossen.  Für 2020 soll sie 515 Euro im ersten Lehrjahr betragen. Dieser Basiswert soll dann bis 2023 in drei Stufen auf 620 Euro steigen. Die Vergütungen für das zweite, dritte und vierte Lehrjahr sollen durch prozentuale Aufschläge von 18, 35 beziehungsweise 40 Prozent auf das jeweilige Basisjahr ermittelt werden. Im Jahr 2023 mit einem Basiswert von 620 Euro wäre demnach mit einer Ausbildungsvergütung von 868 Euro im vierten Lehrjahr zu bezahlen.

Hinweis: Die neuen gesetzliche Mindestausbildungsvergütungen dürfen unterschritten werden, sollten sich die Tarifpartner auf eine niedrigere Vergütung im Tarifvertrag einigen.

 Das könnte Sie auch interessieren

In einer Serie haben wir unterschiedliche Informationen zum Thema Ausbildung zusammgestellt.

Klicken Sie sich rein.



Gern stehen wir Ihnen auch persönlich zur Verfügung.

Elke Mann
Ausbildungsberaterin

Telefon 0355 7835-172
Telefax 0355 7835-288
mann--at--hwk-cottbus.de



Sabine Kurth
Ausbildungsberaterin

Telefon 0355 7835-166
Telefax 0355 7835-288
kurth--at--hwk-cottbus.de