CGA-Verlag

Wort des Meisters: Lars Böhrenz

Einen neuen Service bieten die Schornsteinfeger ab diesem Jahr an. So werden alle Gas- und Ölheizungen, die vor 1994 errichtet wurden, mit einem Label gekennzeichnet. Damit kann der Besitzer sehen, wie energieeffizient seine Heizung ist.

Ein zwingender Handlungsbedarf ergibt sich daraus für den Heizungsbesitzer nicht. Dennoch soll das Label ein Fingerzeig sein. Geld in die Heizung zu investieren, lohnt sich. Energieeffiziente Anlagen sparen Gas und Öl.

Eine Baustelle für die Schornsteinfegerinnung Cottbus ist auch 2017 wieder die Nachwuchsgewinnung. Mit dem Meisterbrief in der Tasche wartet auf die Handwerker in der Regel ein eigener Kehrbezirk. Um die Frage, wie die Auftragsbücher zu füllen sind, braucht sich der Schornsteinfeger keine Gedanken machen. Er kann sich so auf sein Handwerk konzentrieren. Die Kehrbezirke werden alle sieben Jahre neu ausgeschrieben, sodass niemand lange auf eine Zuteilung warten muss. Nach der Prüfung sollte sich der Meister auf einen Bezirk bewerben. Arbeit gibt es genug. Die eigentliche Kehrarbeit nimmt dabei einen immer geringeren Stellenwert im Berufsalltag ein. Vor allem die Prüfung von bestehenden Heizungs- aber auch Lüftungsanlagen ist anspruchsvoll.

Stark zunehmend ist auch der Rat des Schornsteinfegers gefragt. Viele Menschen können einen Ofen gar nicht mehr richtig bedienen. Die Elterngeneration hat dies einfach nicht mehr wie einst vermittelt. Der Beruf ist also sehr vielseitig. Wer sich hier genauer über Karrieremöglichkeiten informieren möchte, den lade ich am 28. und 29. Januar zur Handwerkermesse nach Cottbus ein.

Lars Böhrenz ist Innungsobermeister der Schornsteinfegerinnung Cottbus. Seit 1995 trägt er den Meistertitel.