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Vorsicht vor Corona-Betrug im Netz

Corona: Gegenwärtig werden vermehrt E-Mails im Namen anderer Behörden und Unternehmen versendet, um Daten von den Empfängern abzugreifen. Bitte seien Sie vorsichtig und schauen genau auf den Absender, bevor Sie etwas anklicken, ausfüllen oder zurücksenden.

Beispiele:

1. Am 4. Mai 2020 wurden vermehrt E-Mails angezeigt, die im Namen der zuständigen Banken für Soforthilfen versendet wurden. Die Absende-E-Mail-Adressen beginnen mit „corona-zuschuss“ und enden auf „.de.com“., wie z. B. corona-zuschuss@nbank.de.com. Die E-Mails enthalten den Betreff „Corona Zuschuss - Bestätigung und Belehrung“ sowie zwei Anhänge mit den Namen „Rechtsbelehrung_Zuschussempfaenger.pdf“ und „Bescheinigung_Finanzamt.pdf“. Die Täter bauen in dem Schreiben eine Drohkulisse auf und informieren über vorgebliche Straftatbestände bei ungerechtfertigtem Erhalt von Soforthilfen. Sie fordern zu einer elektronischen Kontaktaufnahme im Kontext einer Fördergeld-Rückzahlung auf.

2. Es wurden mehrere Sachverhalte angezeigt, in denen E-Mails im Namen der Arbeitsagentur (kurzarbeitergeld@arbeitsagentur.de) gesendet wurden. Das Antworten erfolgt an kurzarbeitergeld@ arbeitsagentur-service.de. Die Täter wollten allem Anschein nach, die Daten der Firmen verwenden, um Kurzarbeitergeld in deren Namen zu beantragen.

3. Darüber hinaus wurden auch E-Mails mit der gleichen Zielstellung im Namen von anderen staatlichen Behörden, wie das Gesundheitsministerium, versendet.

4. Geschädigte erhielten E-Mails mit PayPal-Logo. Dem Inhalt nach, sollten aufgrund der Corona-Pandemie „inaktuelle“ Konten geschlossen werden. Die Empfänger sollen auf einen Link klicken und ihre Daten überprüfen.



Beantragung staatlicher Soforthilfen (Subventionsbetrug)

In vielen Bundesländern wurden die offiziellen Webseiten der staatlichen Soforthilfen kopiert und unter anderen Domains veröffentlicht. So beispielsweise bei der sächsischen Aufbaubank (SAB). Die richtige Webseite ist portal.sab.sachsen.de, die von den Tätern registrierte sachsen-sab.de.



Hinweis staatliche Soforthilfe in Brandenburg

Die Landesinvestitonsbank in Brandenburg wird ab dem 06.05.2020 ein Antragsportal auf deren Internetseite (https://ilb.de) bereitstellen. Das bisherige Verfahren (Antrag und Anlagen herunterladen, ausfüllen und per E-Mail an soforthilfe-corona@ilb.de. versenden) wird abgelöst. Das vorrangige Ziel ist, den An tragsprozess zu automatisieren, um die Soforthilfen schneller bereitstellen zu können.

 Anzeigenerstattung

Wenn Sie von einem der genannten Phänomene oder einer anderen Begehungsweise von Straftaten i. Z.m. COVID-19 (Corona) betroffen sind, wird um Anzeigenerstattung unter www.polizei.brandenburg.de/onlineservice oder bei der örtlich zuständigen Polizeidienststelle gebeten.

Als Unternehmen oder Behörde steht Ihnen im Zusammenhang mit Straftaten, rund um das Thema Cybercrime und Informationstechnik, auch die Möglichkeit der Anzeigenerstattung über die Zentrale Ansprechstelle Cybercrime (ZAC) zur Verfügung.



Matthias Steinicke

Matthias Steinicke
Beauftragter für Innovation und Technologie

Telefon 0355 7835-106
Telefax 0355 7835-284
steinicke--at--hwk-cottbus.de